„Sprechende Stadt“ nimmt Formen an

Mettmann : Fördergeld steht für Projekt bereit

Wandtafeln sollen beim Vorhaben „Sprechende Stadt“ entstehen.

Das Projekt „Sprechende Stadt“ in Mettmann nimmt Formen an. Wie die Stadtverwaltung jetzt dem Verkehrssausschuss mitteilte, sei das Projekt angemeldet, Fördergelder stehen bereit. Das Geld kommt aus dem Verfügungsfonds, den die Stadt Mettmann über ihr Integriertes Handlungskonzept Innenstadt anzapfen kann.

Im Rahmen des Projektes ist geplant, auf dem Gebiet der Stadt Mettmann mehrere frei stehende Stelen aufzustellen, die aus Glas bestehen und von der Silhouette des Neandertalers geziert werden. Aus dem selben Material sollen weitere Wandtafeln gestaltet sein, die an historische Gebäude montiert werden. Kurze Texte sollen lebendig, ohne zu viel Zahlenmaterial und ohne Belehrung ausführen, warum gerade dieser Ort für die Geschichte Mettmanns interessant ist.

Ein Arbeitskreis beschloss die Ziele und die Projekt-Umsetzung

Dazu gehören beispielsweise der Königshof, das Weltspiegel-Theater als ältestes Kino Deutschlands, der Jubiläumsplatz oder das Tor der evangelischen Kirche. Ziele und Umsetzung des Konzeptes wurden von einem Arbeitskreis beschlossen.

Ein möglicher Standort ist auch das Elberfelder Tor an der Kurve Breite Straße. Dort will die Stadt auf die Bedeutung der Stadtmauer hinweisen. An die Stadtmauer will aber auch die CDU erinnern, die im Verkehrsausschuss anregte, ebenfalls im Bereich Freiheitstraße ein entsprechendes Kunstwerk aufzustellen, auf dem Kinder herumklettern können. „Es soll den Eingangsbereich der Stadt kenntlich machen. Von dort kommen die Fahrgäste der Regiobahn“, erläutert Ute Stöcker (CDU). Ein Wunsch, der auf geteilte Meinungen stößt: Amtsleiter Ralf Bierbaum bat darum, erst einmal die Aufstellung der Stelen zur „Sprechenden Stadt“ abzuwarten, um deren Wirkung auf den Platz zu ermessen – zumal es ohnehin schon auf dem Stadtgebiet „ziemlich viele“ Kunstwerke gebe.

Auch Andrea Rottmann (SPD) äußerte die Sorge, dass der Platz dann womöglich „übermöbliert“ wäre. Klaus Müller (FDP) hingegen maß dem Antrag „Charme“ bei und sprach von einer „Aufwertung“ des Bereiches. Die CDU plant nun, für den kommenden Planungsausschuss einen entsprechenden Antrag zur Diskussion zu
stellen.

(arue)
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