Ratingen/Mettmann: L239 bleibt zunächst ohne Radweg

Ratingen/Mettmann : BUND setzt sich für Radstreifen an L 239 ein

Ohne Fahrradstreifen ist die Straße für LKW und Radler zu eng, so die Umweltschützer.

. Es gibt wenig Hoffnung auf einen Radweg entlang der L 239/ Mettmanner Straße/ Ratinger Landstraße in naher Zukunft. Daher fordert jetzt Andreas Lammert, Vorsitzender der BUND-Ortsgruppe Ratingen, einen Fahrradstreifen als Zwischenlösung: „Natürlich gehört zum Ausbau der Landstraße heutzutage ein Radweg und zwar als Einheit mit dem Bau der Straße. Ein Planverfahren für eine umfangreiche Erneuerung der Straße zwischen Ratingen und Mettmann durchzuführen und daneben die Anlage eines Fahrradweges getrennt als eigenes Verfahren laufen zu lassen, ist ein Unding.“

Auf der Landstraße sollten daher nach der Erneuerung in beide Richtungen Fahrstreifen markiert werden. Die Straße sei dem Verkehr gewidmet, also auch dem Fahrradverkehr. Deswegen würden keine Bedenken bei der Anlage von Fahrradstraßen gesehen. Trotz zunehmender Zahl von Pedelecs werde die Straße zwischen Ratingen und Mettmann nur begrenzt von Fahrradfahrern benutzt werden. „Dies umso mehr, wenn ergänzend ein Freizeitweg Ratingen-Mettmann über die bestehenden kleinen Straßen und Feldwege ausgewiesen würde. „Dann würde die Straße von den Fahrradfahrern genutzt werden, die auf eine schnelle Fahrradverbindung zwischen Mettmann und Ratingen angewiesen sind“, so Lammert.

Diese Markierung und damit die Benutzung der erneuerten Fahrbahn durch Fahrradfahrer hätte zudem einen weiteren großen Nutzen: Solange Fahrradfahrer auf Fahrstreifen unterwegs seien, können bei der Straßenbreite von sechs Metern keine Lastwagen zugelassen werden, „weil Lkw-Verkehr und Fahrradverkehr auf einer Fahrbahn zu gefährlich“ seien.

Dies verhinderte die derzeitige Absicht, die erneuerte Landstraße für Lastwagen zu öffnen, so dass zukünftig viele Laster statt zur Autobahn-Auffahrt Mettmann den kürzeren Weg durch die L 239 (Schwarzbachstraße) zur Autobahn fahren würden. „Eine große Belastung des Tales durch Lärm und Schadstoffe wird so vermieden“, glaubt Andreas Lammert.

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