Quellenfest erfolgreich belebt

Aule Mettmanner und Wülfrather Heimatvereine ließen das Traditionsfest zu Ehren der Mettmanner Bachquelle wieder aufleben.

Mettmann. Sicherlich war die Sonne am Sonntag genauso begeistert von dem traditionellen Quellenfest in Wülfrath, wie die Veranstalter selbst. Schließlich zeigte sie sich an diesem Tag von ihrer besten Seite. Mit den Wülfrather Vereinen Heimatbund Wülfrath und Bürgerverein Wülfrath ließen die Mitglieder der Aulen Mettmanner das Kulturereignis zu Ehren der Mettmanner Bachquelle mit Erfolg wieder aufleben.

„Entstanden ist das Quellenfest 1953, nachdem zahlreiche Mitglieder der Aulen die Mettmanner Bachquelle erschlossen und hergerichtet haben“, sagte Friedel Ließenkloß, erster Vorsitzender der Aulen. „Damals war das Fest noch ein beliebtes Großereignis. Die Menschen kamen von überall her, um der Veranstaltung beizuwohnen. 5000 Eintrittskarten wurden jährlich verkauft“, so der Organisator weiter. Die damalige Beliebtheit des Quellenfestes erklärte Liesenkloß ganz einfach: „Damals hatten die Menschen nicht so viele Veranstaltungen wie heute zur Auswahl — da haben sich viele das ganze Jahr über auf so ein Fest gefreut.“ Scheinwerfer wurden aufgestellt, Livemusik lockte die Gäste auf die Tanzfläche. Das Quellenfest war das gesellschaftliche Ereignis schlechthin.

„Eingeschlafen ist die Regelmäßigkeit dieses Festes irgendwann in den 1960er-Jahren. Die Mettmanner haben umgedacht und die Feier in die eigene Stadt verlegt, daraus ist das heutige Heimatfest entstanden“, erläuterte der Vorsitzende und bedauert vor allem die eingeschlafene Nachbarschaftsverbindung. „Wülfrath und Mettmann trennen gerade einmal ein paar Kilometer und trotzdem verbindet die Städte so wenig.“

Um diesen Zustand zu ändern, haben sich die Aulen tatkräftige Unterstützung in Form der ortsansässigen Wülfrather Heimatvereine geholt. Ralf-Robert Atteln, Vorsitzender des Heimatbundes Wülfrath, freute sich über das Aufleben des Kultereignisses und war sofort bereit, das Fest zu unterstützen. „Jahrzehntelang fand das Quellenfest leider nicht statt. Es ist natürlich auch für die Wülfrather schön, die Traditionen erneut aufleben zu lassen. Helfen ist Ehrensache“, sagte Atteln.

Gemeinsam boten die Vereine den Besuchern eine Menge Unterhaltung. Neben Hüpfburg und Clown Pepe für die kleinsten Besucher, wurde für das leibliche Wohl in Form von Kuchen und Grillstand gesorgt. Zu Beginn der Veranstaltung wanderte eine 20 Mann starke Gruppe über eine Stunde vom Mettmanner Freibad entlang des Mettmanner Baches bis zum Feierplatz In den Eschen in Wülfrath. Organisiert wurde diese Wanderung von dem Ehepaar Thielen. „Wir haben die Zeit genutzt, uns über die Schönheit der Natur bewusst zu werden. Gerne wiederholen wir die Wanderung im kommenden Jahr“, kündigte Doris Thielen. „Wir würden uns freuen, wenn die Beliebtheit des Festes wieder zunehmen würde“, wünschte sich Liesenkloß. „Damit das Quellenfest erneut ein jährlicher Höhepunkt wird.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung