Pfefferspray-Attacke führt zu Großeinsatz der Rettungskräfte

Pfefferspray-Attacke führt zu Großeinsatz der Rettungskräfte

An der Realschule in Hochdahl mussten zwei Schüler ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei ermittelte die beiden Tatverdächtigen.

Erkrath. Wer mit Pfefferspray in Kontakt kommt, muss mit einer Reizung der Haut, Schleimhäute und der Atemwege rechnen. Im schlimmsten Fall sind heftige Schmerzen die Folge, man kann die Augen nicht mehr schließen und sogar Krämpfe bekommen.

In der Realschule in Hochdahl haben gestern Morgen zwei Schüler mit Pfefferspray hantiert und im Erdgeschoss eine Ladung Pfefferspray verteilt. Die Folge war ein Großeinsatz von Feuerwehr, Notarzt und Polizei. Zwei Schüler mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Insgesamt klagten 24 Schüler sowie zwei Erwachsene über die durch das Pfefferspray hervorgerufenen Symptome. Die Polizei hat die beiden Tatverdächtigen ermittelt. Gegen 10.27 Uhr trafen die ersten Einsatzkräfte ein.

Der Schulsanitätsdienst hatte die betroffenen Schüler und eine Lehrerin bereits in den Sanitätsraum und in die Mensa im ersten Obergeschoss gebracht und dort betreut, berichtet Marcus Steinacker von der Erkrather Feuerwehr. Die Feuerwehrleute wurden von dem Schulsanitätsdienst in Empfang genommen und in die Lage eingewiesen. Für eine Querlüftung des Erdgeschosses wurde bereits gesorgt. Die Schüler nicht betroffenen Klassen blieben auf Anweisung in ihren Räumen. Im Sanitätsraum trafen die Feuerwehrleute auf zehn Personen mit stärkeren Symptomen, die sofort behandelt wurden. In der Mensa waren weitere 15 Schüler versammelt, die schwache Symptome aufwiesen.

Die Eltern der Schüler wurden durch die Schulleitung informiert und konnten ihre Kinder von der Schule abholen. Die Leitung der Realschule Hochdahl sowie die Lehrer und insbesondere der Schulsanitätsdienst haben vorbildlich gehandelt und eine direkte Alarmierung der Feuerwehr veranlasst, lobt Steinacker.

Erst vor wenigen Wochen war es zu einen ganz ähnlichen Vorfall an der Realschule in Alt-Erkrath gekommen. 23 Jugendliche sowie ein Lehrer erlitten Reizungen der Atemwege und mussten ärztlich betreut werden. Die Polizei ermittelte einen 15-Jährigen als tatverdächtig und stellte ebenfalls Pfefferspray bei dem Jungen sicher.