Neue Gesamtschule in Mettmann - Machbarkeitsstudie im Schulausschuss

Mettmann : Gesamtschule wäre ein Großprojekt

Im nächsten Schulausschuss soll eine Studie zur Machbarkeit vorgelegt werden. Das Vorhaben könnte bis zu 40 Millionen Euro kosten.

. Das Mettmanner Schulverwaltungsamt schlägt vor, die Carl-Fuhlrott-Realschule in eine Gesamtschule umzubauen. Für den nächsten Schulausschuss am Donnerstag, 16. Mai, legt die Verwaltung eine umfangreiche Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Klein+Neubürger vor. Die Architekten haben auf 30 Seiten verschiedene Varianten entwickelt, wie eine neue Gesamtschule an der Goethestraße aussehen könnte, welche Fach- und Klassenräume notwendig sind. Außerdem untersuchten sie die Voraussetzungen (Standort) für den Bau einer großen Multifunktionshalle oder einer kleineren Dreifachturnhalle, ebenfalls an der Goethestraße Und nicht zuletzt ging es in der Expertise um die Kosten.

Die Finanzierung, sind sich die Parteien einig, wird eine Kraftanstrengung werden. Die Planer beziffern die Kosten einer Gesamtschule plus Multifunktionshalle auf 40 Millionen Euro. Beim Bau einer Dreifachturnhalle (anstatt Multifunktionshalle) wären es noch 31 Millionen Euro. Der überwiegende Teil der Kosten bleibt übrigens bei der Stadt hängen.

Bevor der erste Spatenstich erfolgt, müssen die Eltern, deren Kinder die künftigen vier Eingangsklassen bilden, verbindlich erklären, ob sie ihr Kind an einer neuen Mettmanner Gesamtschule anmelden. Diese Elternbefragung soll im Mai/Juni 2020 erfolgen. Sollte der Zuspruch groß genug sein, könnte die neue Schule zum Schuljahr 2021/22 starten.

Die ausgelaufene Anne-Frank-Hauptschule, so die Architekten, soll während er Um- und Neubauarbeiten der Realschule als Ausweichquartier dienen. Pläne, die vorhandenen Gebäude der Hauptschule zu sanieren und dann als Gesamtschule zu nutzen, sind vom Tisch. „Eine Reaktivierung des bestehenden Gebäudebestandes der ehemaligen Hauptschule zu einem funktionalen Gesamtschulbetrieb erscheint ausweislich der baulichen Zustandes als nicht empfehlenswert und nicht wirtschaftlich“, schreibt Schuldezernent Marko Sucic in der Vorlage.

Schuldezernent hält Sanierung der Hauptschule für nicht sinnvoll

Der Hauptschulkomplex soll aber stehen bleiben und der Stadt als Ausweichquartier bei anderen Schulumbauten dienen. Auf dem Gelände der heutigen Realschule wird es größere Neubauten geben. Nach der präferierten Variante 1/2 wird ein Flügel der Realschule abgerissen und durch einen dreigeschossigen Erweiterungsbau (7600 Quadratmeter) ersetzt.

Dort, wo sich heute der Sportplatz befindet, soll nach dem Willen der Verwaltung eine große Multifunktionshalle entstehen. Sie ist 65 mal 47 Meter groß und weist eine überbaute Grundfläche von 3040 Quadratmetern aus. Maximal 750 Personen können Veranstaltungen in der Halle besuchen. Dort, so die Architekten, sind Sportveranstaltungen, Theater, Konzerte und Tanzveranstaltungen möglich. Für die Verwaltung wäre damit auch die Diskussion um die Zukunft der Neandertalhalle vom Tisch. Allerdings müssen vor dem Bau einer neuen Halle noch die Frage geklärt werden, ob die Neandertalhalle den Status als Denkmal erfüllt.

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