Neue Auflagen für Mettmanner Zug

Neue Auflagen für Mettmanner Zug

Nach dem Unfall im vergangenen Jahr sorgen die Verantwortlichen für mehr Sicherheit.

Der Unfall nach dem letzten Karnevalszug in Mettmann hat Auswirkungen auf das Sicherheitskonzept. Zwei Schwerverletzte gab es bei einem Verkehrsunfall, der sich Anfang März 2014 um 16.45 Uhr nach dem Mettmanner Karnevalszug ereignet hatte.

Wie die Polizei damals berichtete, befuhr ein 19-jähriger Traktorfahrer mit einem Karnevalsanhänger der Anwohnergemeinschaft Blumenstraße die Talstraße und war auf dem Weg zurück in die Blumenstraße.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich auf dem Anhänger noch mehrere Karnevalisten. Beim Linksabbiegen in die Beethovenstraße fielen ein 42-jähriger Mann und eine 35-jährige Frau vom Anhänger und wurden von diesem überrollt. Die Frau wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Essen geflogen, der Mann wurde ins Mettmanner Krankenhaus transportiert.

Obwohl dieser Unfall nicht während des Karnevalszuges, sondern danach passierte, werden die Sicherheitsauflagen beim diesjährigen Mettmanner Narrenzug nochmals erhöht. „Wir haben angeordnet, dass kein Zugteilnehmer bei der Anfahrt oder bei der Abfahrt zum Zug sich auf einem Wagen befinden darf“, sagt Zugorganisator Jens-Christian Holtgreve. Die Polizei werde kontrollieren. Wenn jemand dieser Verfügung nicht nachkomme, müsse er ein Strafgeld bezahlen, so Holtgreve weiter.

Es werden wieder „Wagenengelchen“ eingesetzt, Sicherheitskräfte, die neben jedem freistehenden Reifen mitlaufen, damit niemand unter die Räder kommt. Jeder Traktor wird von zwei Sicherheitskräften begleitet, an jeder Achse des angehängten Wagens laufen ebenfalls „Wagenengel mit“. Die Wagenbauer sind angehalten, die Verkleidungen bis dicht über dem Boden herunterzuziehen, damit keine Kinder hineinkriechen. Doch das ist nicht alles: Der Bauhof wird zahlreiche Absperrgitter — besonders am Jubi — aufstellen, damit der Zugweg frei bleibt. Zudem sollen noch mehr Verkehrskadetten (insgesamt 18) als 2014 eingesetzt werden, sagt Holtgreve.

Am Samstag, 14. Februar, beginnt um elf Uhr die Party auf dem Jubiläumsplatz. Ab zwölf Uhr wird dann die Innenstadt für den Verkehr gesperrt, und bis spätestens 13 Uhr müssen sich alle Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen auf dem Hammerplatz eingefunden haben. Platzwart Axel Ellsiepen wird dann die Einweisung vornehmen. Der Zug startet ab 14.11 Uhr.