Moritz Hebel ist bei Mettmann-Sport der Mann für kreative Akzente

Handball : Moritz Hebel ist der Mann fürs Kreative

Der 25-jährige Handballer will am Sonntag beim HC Wölfe Nordrhein ME-Sport führen.

Nach drei Niederlagen in Folge sind die Handballer von ME‑Sport ins Mittelfeld der Oberliga abgerutscht. Dabei mussten sich die Mettmanner jeweils gegen direkte Konkurrenten geschlagen geben. Da die Mannschaft von Jürgen Tiedermann im letzten Spiel des Jahres am Sonntag um 17 Uhr in Duisburg beim Spitzenreiter antritt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, auch im Niemandsland der Oberliga zu
überwintern.

Dabei macht besonders die Offensive ME-Sport-Trainer Tiedermann Sorgen: „Im gebundenen Angriffsspiel tun wir uns extrem schwer. Uns fehlt da die Durchschlagskraft, wenn wir nicht mit hohem Tempo aus der Abwehr heraus kommen.“ Dazu kommt die schwere Schulterverletzung von Paul d’Avoine, der weiterhin ausfällt. „Natürlich ist das eine Schwächung, da Paul in den ersten Spielen im Angriff immer wieder für Akzente sorgen konnte und sehr gute Aktionen im rechten Rückraum hatte“, sind sich Co-Trainer Andre Loschinski und Mannschaftskapitän Stephan Verholen einig.

Viel Verantwortung liegt nun auch auf den Schultern von Spielmacher Moritz Hebel. Der quirlige Rückraumspieler soll das Angriffsspiel der Mettmanner lenken, seine geringe Körpergröße kompensiert er durch schnelle Bewegung und ein gutes Spielverständnis. „Mir macht es Spaß, Verantwortung zu übernehmen und ich versuche in den entscheidenden Momenten vorweg zu gehen und die Mannschaft zu führen“, sagt Hebel, der unter der Woche seinen 25. Geburtstag feierte.

Besonders erfolgreich ist dabei das Zusammenspiel zwischen Hebel und Moritz Horn, die sich bereits lange kennen: „Es ist schon kurios. In der C-Jugend beim TB Wülfrath war ich während meines freiwilligen sozialen Jahres sein Trainer.“ Auch für das Spiel am Wochenende hat Hebel klare Vorstellungen: „Wir werden das Spiel sicher nicht schon vorher abgeben und wollen uns so gut wie möglich verkaufen. Als Außenseiter haben wir nichts zu verlieren.“ Dabei bleibt die Personalsituation weiter sehr angespannt. Sören Falkenberg erweitert nach seinem Mittelhandbruch das ohnehin schon große Lazarett.

Ganz chancenlos sind die Gäste beim HC Wölfe Nordrhein aber nicht. Der Ligaprimus zeigte zuletzt ebenfalls Schwächen. In eigener Halle gegen die abstiegsgefährdete HSG Hiesfeld/Aldenrade taten sich die Duisburger vor zwei Wochen sehr schwer und behielten am Ende nur sehr knapp und glücklich die beiden Punkte an der Krefelder Straße.

In der Vorwoche kassierten die Wölfe gar ihre erste Niederlage und gingen bei Borussia Mönchengladbach mit 18:27 unter.