Metttmann: Abschied vom Bauspielplatz

Metttmann: Abschied vom Bauspielplatz

Am Freitag gab es ein Fest auf dem Gelände an der Laubacher Straße.

Mettmann. Die Sommerferien sind zu Ende und mit ihnen auch das Sommerferienprogramm und Mettmanns älteste Ferienaktion: der Bauspielplatz. Mit einem großen Abschlussfest auf dem Gelände an der Laubacher Straße wurde am Freitag Abschied von dem heimischen Urlaubsparadies genommen. Eltern, Großeltern, Freunde und Besucher konnten die Holzbuden der Kinder bestaunen.

Wie eine kleine Stadt haben die Kinder das Gelände gestaltet. Straßenschilder, Supermarkt, Wellnessoase mit Massage, Cowboysaloon, Krankenhaus, Disco und Schmuckladen. Sogar einen eigenen Stadtplan und Führungen durch die "City" haben die Kinder in den letzten Wochen gestaltet. "Hier wurde gewerkelt, was das Zeug hält. Die Kinder haben wir wild Buden gebaut", sagt Kirsten Metzdorf, Mitarbeiterin des Jugendamtes und Betreuerin des Bauspielplatzes.

Rund 200 Kinder hatten sich für den kostenlosen Ferienspaß angemeldet, zwischen 50 und 60 waren jeden Tag auf dem Bauspielplatz. Alle Kinder ab sechs Jahren können hier seit den 1970er Jahren ihr handwerkliches und kreatives Können unter Beweis stellen. Nach oben hin gibt es keine Altersbeschränkung. "Wir haben hier auch schon mal 18-Jährige. Die kommen, weil sie auch als Kinder immer dabei waren", sagt Metzdorf.

So viele fleißige Hände stellen einiges auf die Beine. Eine eigene Perlen-Währung haben die Jungen und Mädchen eingeführt. Ausgegeben wurde sie in der Bauspielhof-Sparkasse. Wie im richtigen Leben muss man auch auf dem Bauspielhof für sein Geld arbeiten. Die freien Stellen haben die kleinen Mitarbeiter des Arbeitsamtes verteilt. "Aber das hat nicht so gut geklappt", sagt Metzdorf lachend.

Der Abschied von ihren Hütten fiel den Kindern am Freitag schwer. "Für mich war das Bauen der Hütten das Schönste. Schade, das es schon vorbei ist, es ging viel zu schnell. Ich würde mir wünschen, noch einen Tag an meiner Hütte weiterbauen zu dürfen", sagt Alesadro Muski. Sichtlich stolz zeigten die Kinder ihre Hütte den Besuchern. Als Höhepunkte gab es am Freitag eine Dominobahn, Erinnerungsfotos und einen Parcours, der mit Rollern und Kettcars bewältigt werden musste. Jetzt warten alle schon gespannt aufs nächste Jahr.

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