Mettmanner Sportzentrum: SPD fordert ein klares Nutzungskonzept

Mettmanner Sportzentrum: SPD fordert ein klares Nutzungskonzept

Politik: Genossen kritisieren CDU-Antrag zum Sportzentrum, nur noch einen Platz zu bauen.

Mettmann. Die SPD wehrt sich gegen die Pläne der CDU, auf dem geplanten Sportzentrum in Metzkausen ("Auf dem Pfennig") nur noch einen weiteren Kunstrasenplatz für die Fußballer zu errichten (WZ vom 29. Mai). "Jetzt einen Kunstrasenplatz in der Anlage einzusparen ohne zukunftsfähige Alternativen für die Fußballvereine zu eröffnen, ist nicht in Ordnung", sagt Fraktionsvorsitzender Berthold Becker. Die beiden vorhandenen Ascheplätze an der Spessart- und der Gruitener Straße könnten nicht als Kunstrasenplätze ausgebaut werden. Es würde eine weitere Ballspielhalle in die Diskussion gebracht, die statt des dritten Fußballplatzes gebaut werden sollte. Becker: "Die wäre aber erheblich teurer und würde nicht nur den Fußballern zur Verfügung stehen."

Der Bürgermeister, fordert Becker, müsse endlich klar sagen, zu welchen Bedingungen und mit welchen Möglichkeiten die Sportvereine die neue Anlage nutzen können. "Er hat bislang geschwiegen. Alle weitergehenden Planungsentscheidungen für die neue Sportanlage sind aber davon abhängig, wie in Zukunft die neue Anlage durch die Vereine genutzt werden kann", so der SPD-Fraktionschef.

Die Genossen wollen drei Fragen geklärt wissen: 1. "Wie werden die Fußballvereine - auf welchen Plätzen und in welchen Räumen - auf der Sportanlage untergebracht?" 2. "Wie kann die Nutzung der neuen Sportanlage für die Vereine finanziell so geregelt werden, dass sie in die Lage versetzt werden, auf der neuen Anlage zu spielen?" und 3. "Welche Möglichkeiten bekommen die Vereine, sich auf der neuen Sportanlage durch eigenen Verkauf (Beköstigung der Zuschauer) bei ihren Veranstaltungen zu finanzieren?"

Für die SPD steht fest, dass ohne Einbindung der betroffenen Vereine und ohne ein klares Nutzungskonzept für die neue Sportanlage kein voreiliger Verzicht auf den dritten Kunstrasenplatz erfolgen darf. Mit drei neuen Plätzen werde lediglich der Verlust der Plätze an der alten Anlage am Stadtwald ausgeglichen.

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