Versorgung in Mettmann Sie ist die neue Chefin der Notaufnahme

Mettmann · Steigende Patientenzahlen in der Notfallambulanz des EVK Mettmann erfordern eine neue Organisation. Auch personell: Pia Verena Schmidt ist neue Chefin der Abteilung. Das Team soll weiter aufgestockt werden.

Chefärztin Pia Verena Schmidt und ihr Stellvertreter Dr. med. Claus-Robin Fritzemeier vor der Zentralen Notaufnahme im EVK Mettmann.

Chefärztin Pia Verena Schmidt und ihr Stellvertreter Dr. med. Claus-Robin Fritzemeier vor der Zentralen Notaufnahme im EVK Mettmann.

Foto: EVK Mettmann

Bekanntermaßen ist das Netz an Gesundheitsversorgern im Kreis Mettmann minimiert. Bereits jetzt sind die Auswirkungen am EVK Mettmann spürbar. „Wir haben 30 bis 40 Prozent mehr Notfälle in der Zentralen Notaufnahme und auch die Stationen im Haus sind gut ausgelastet“, erklärt EVK-Geschäftsführerin Jessica Llerandi Pulido.

Notaufnahmen sind in der Winterzeit immer und überall voll. Die EVK-Zentrale Notaufnahme, kurz ZNA, muss neuerdings zusätzlich den Wegfall der beiden Krankenhäuser in Haan und Solingen kompensieren. Das steigende Patientenaufkommen erfordert eine neue personelle Organisation und Fokussierung auf die Arbeitsbereiche. Wichtigste Personalie: Die ZNA im EVK Mettmann steht seit 1. Januar unter der ärztlichen Leitung von Chefärztin Pia Verena Schmidt.

Das Gesicht der 43-jährigen Ärztin ist im Haus längst bekannt, denn Schmidt ist seit 2019 im EVK Mettmann tätig. „Ich habe hier vor knapp vier Jahren meine internistische Facharztausbildung abgeschlossen, wurde dann Funktionsoberärztin und war zuletzt als leitende internistische Oberärztin in der Notaufnahme tätig – gemeinsam mit dem chirurgischen Oberarzt Dr. med. Fritzemeier unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Oliver Hofer.“ Hofer, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Intensiv- und Notfallmedizin, wird immer noch beratend im Hintergrund bleiben, sich aber primär auf die wachsende intensivmedizinische Versorgung im EVK Mettmann konzentrieren. Claus-Robin Fritzemeier ist Schmidts Stellvertreter.

Pia Verena Schmidt, die in Aachen geboren und an der RWTH Aachen das Studium der Humanmedizin abgeschlossen hat, kennt das Haus gut und war bereits während der Pandemie unverzichtbar, wenn es um die Koordination und Versorgung der internistischen Patienten ging. „Die Pandemie war sicherlich für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen eine beispiellose Herausforderung, aber nun warten wieder neue Herausforderungen“, sagt sie über die neue Situation.

Die Ärztin freut sich auf ihre neuen Aufgaben und schätzt die konstruktive Zusammenarbeit und familiäre Atmosphäre im EVK Mettmann. „Die Wege sind kurz, dass Verhältnis zu den Kolleginnen und Kollegen in der Medizin und Pflege, aber auch zur Betriebsleitung ist wirklich gut und ich freue mich, dass ich nun in neuer Funktion die Wege dieses Krankenhauses mitgestalten kann.“ Und zu tun gibt es einiges. Die ersten Ziele der Chefärztin sind bereits definiert: „Natürlich wollen wir auch bei steigender Arbeitsbelastung jeden Patienten bestmöglich versorgen. Eine fast noch schwierigere Aufgabe wird es aber sein, dass sich unsere Patienten, aber auch die Angehörigen gut versorgt und behandelt fühlen. Dazu braucht es Verständnis auf beiden Seiten und Zeit für Kommunikation – das liegt mir am Herzen“, informiert sie. Übrigens ist die 43-Jährige nicht nur eine engagierte Ärztin. Nach einem Arbeitstag im Krankenhaus führt ihr direkter Weg bei Wind und Wetter in den Reitstall. „Reiten ist für mich der beste Ausgleich zu meinem Beruf“, gibt sie Privates preis.

Neben der Patientenversorgung möchte Pia Verena Schmidt auch ihr ZNA-Team vergrößern. Denn steigende Patientenzahlen benötigen in der Folge auch mehr Mitarbeiter auf Krankenhausseite. „Ich habe das EVK Mettmann als sehr guten und zuverlässigen Arbeitgeber kennengelernt, gleichzeitig ist der Arbeitsplatz in der Notaufnahme wirklich spannend, vielfältig und herausfordernd. Ich würde mich freuen, wenn ich zeitnah neue Kollegen für mein Team und den Arbeitsplatz Notaufnahme begeistern kann“, macht die Ärztin Werbung fürs Haus.

Parallel zur Patientenversorgung sollen auch Verbesserungspotenziale ausgeschöpft und Prozesse optimiert werden. Weil das nur bis zu einem gewissen Grad geht, gibt es Überlegungen, sogenannte KV-Portalpraxen ans Krankenhaus anzugliedern, lautet Jessica Llerandi Pulidos Plädoyer.