Mettmann: Mit Rock und Hiphop gegen Rassismus

Mettmann : Musikalischer Einsatz gegen rechte Hetze

An zwei Tagen zeigen Künstler bei „ME Against Racism“-Festival Haltung.

Ein klares Statement gegen Rassismus setzt seit geraumer Zeit bereits die Konzertreihe „Beats Against Racism“. Nun soll mit einem zweitägigen Festival unter dem Motto „ME Against Racism“ kreisweit für Toleranz und Vielfalt gerockt und gerappt werden.

„Leider wird dies jeden Tag ein wichtigeres Thema“, meint der Stadion-DJ von Fortuna Düsseldorf, Markus Haefs (DJ Opa), der für die Moderation des Festivals gewonnen werden konnte. „Die Hetze nimmt immer weiter zu.“ Rassismus sei mittlerweile alltäglich geworden, die Hemmschwelle sei gesunken. „Wofür man sich früher geschämt hätte, traut man sich heute offen zu äußern“, sagt Haefs. Markus Kier vom Mehrgenerationenhaus und als Mitarbeiter der städtischen Jugendförderung und Koordinator des Mettmanner Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage betont: „Wir müssen ein kreisweites Zeichen setzen, so geht es nicht. Wir sind für Toleranz und Vielfalt.“

Auch lokale Bands finden ihren Weg auf die Festival-Bühne

Für das Festival geben sich bekannte und weniger bekannte, regionale und überregionale Bands in der Neandertalhalle ein Stelldichein. Am 18. Oktober wird die Halle gerockt, der 19. Oktober steht im Zeichen des Hip-Hop. Organisiert wurde das Rockkonzert vom Verein „Stage ME“. „Wir haben geschaut, dass wir auch regionale Bands unterbringen können“, erklärt Samuel Meyer von „Stage ME“.

So die Mettmanner Band Pony Hütchen. „Als kleine lokale Band zeigen wir, dass man nicht berühmt sein muss, um etwas tun zu können“, sagt Alex von Pony Hütchen. Headliner des Rockkonzertes werden sicherlich Kmpfsprt und Smile and Burn sein, die den Besuchern ordentlich einheizen werden.

Auch für den Hip-Hop-Tag, der von Georgio Daskalakis veranstaltet wird, konnte mit dem Frankfurter Rapper Magaloh eine Größe gewonnen werden. Um 18 Uhr wird die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano gemeinsam mit der Kölner Microphone Mafia auftreten. Die Musiker stehen alle für ein friedliches Miteinander. „Ich fand es schön, dass so etwas hier passiert und war sofort dabei“, erklärt Sam Sillah. „Cash 23“ meint: „Es ist eine gute Sache, Jugendliche und Erwachsene zusammen zu bekommen.“ Etwas, was Samuel Meyer ebenfalls wichtig ist: „Junge und alte Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen werden zeigen, dass wir alle zusammen Spaß haben können.“ Das weiß auch Georgio Daskalakis: „Musik ist eine Sprache, die sehr friedlich wirkt, und Menschen zusammenbringt.“

Das Festival ist eine Veranstaltung der Stadt und des Kreises Mettmann und wird gefördert durch das Landes­programm „NRWeltoffen“.

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