Mettmann: Lösung liegt auf dem Schulhof

Mettmann: Lösung liegt auf dem Schulhof

Mettmanner Architekten planen Erweiterungsbau des Konrad-Heresbach-Gymnasiums.

Mettmann. Nicht nach hinten hinaus, sondern auf dem Schulhof wird das Konrad-Heresbach-Gymnasium (KHG) erweitert. Das hat der Rat am Dienstagabend beschlossen. Die Politik folgte damit einem Wunsch der Schulleitung.

Durch die Planung werden rund 20 Prozent des Schulhofs überbaut. Aus Sicht der Schulleitung und der Elternschaft überwiegt aber der Vorteil, dass der heutige Cafeteria-Bereich künftig unmittelbar neben der Mensa liegt - auf einer Ebene. Fachbereichsleiter Kurt Werner Geschorec: "Somit bekommt die Schule ein neues Herzstück. Und das wird in der Schule ausdrücklich begrüßt."

Mit dem Mettmanner Architekturbüro Kluger und Meerkamp hat die Stadt ein Konzept für eine Gebäudeerweiterung auf dem Schulhof zwischen dem Haupttrakt und dem Hofgebäude entwickelt. Das Foyer der Schule mit dem Haupteingang soll um fünf Meter auf den Schulhof hinausgezogen werden. Gleichzeitig soll ein neuer Eingang vom Bolzplatz in das neue Foyer führen. Von dort aus ist auch die rund 300 Quadratmeter große Mensa zu erreichen. Daneben befinden sich die Küche, die vom Schulhof über eine kleine Rampe beliefert werden kann, sowie Toilettenräume und ein Treppenaufgang ins Obergeschoss. Die im Erdgeschoss auf der Westseite des Haupttrakts liegenden Räume (Schulsekretariat) können in ihrer bisherigen Funktion benutzt werden. Das Obergeschoss nimmt vier Klassenräume auf, überdeckt aber nicht die volle Fläche des Erdgeschosses.

Die Stadt rechnet mit einer Bauzeit von rund zehn Monaten. Dazu kommen allerdings auch sechs Monate Planungs-, Genehmigungs- und Ausschreibungszeit. Geschorec: "Wir rechnen damit, dass der Erweiterungsbau nach den Herbstferien 2010 fertig ist und von der Schule genutzt werden kann." Die Gesamtkosten - hat die Verwaltung ausgerechnet - liegen bei rund 1,75 Millionen Euro.

Eine Erweiterung des Anbaus um bis zu acht Klassenräume ist grundsätzlich möglich. Allerdings nur, wenn das Hofgebäude abgebrochen würde. Was aber keinen Sinn mache, weil aufgrund der guten Bausubstanz dieses Gebäudes und einer Restnutzungsdauer von 37 Jahren zurzeit ein Abbruch keine wirtschaftlich sinnvolle Alternative wäre.

Mehr von Westdeutsche Zeitung