Kino in Metmmann Kreisintegrationszentrum zeigt Film über Demenz

Metmmann · Der Dokumentarfilm „Kalp unutmaz. Das Herz vergisst nicht“ zeigt, wie zwei türkischstämmige Familien mit der Diagnose Demenz bei ihren Müttern umgehen.

 Eine Angehörigen, der unter Demenz leidet, erfordert von dem Betreuenden viel Liebe und Kraft.

Eine Angehörigen, der unter Demenz leidet, erfordert von dem Betreuenden viel Liebe und Kraft.

Foto: dpa-tmn/Jens Kalaene

(Red/am) Es fängt zunächst harmlos an. Mal vergisst man, wo man die Brille oder die Autoschlüssel hingelegt hat, oder vertauscht Salz und Zucker. Es geht schleichend weiter, oftmals zunächst unbemerkt von Betroffenen und Angehörigen. Es ist das Alter, man wird eben vergesslich, sagt man sich selbst. Doch dann gibt es den Moment, in dem die Diagnose steht und sich das Leben unweigerlich verändert. Nämlich dann, wenn Demenz Teil des Lebens wird. Das gilt nicht nur für den Erkrankten selbst, sondern auch für die Verwandten.

Wie sehr die Demenz das Leben verändert, ist Thema des Films „Kalp unutmaz. Das Herz vergisst nicht“. Der Film zeigt einfühlsam zwei türkischstämmige Familien im Ruhrgebiet, in denen jeweils eine Angehörige an Demenz erkrankt ist. Diese Frauen befinden sich in unterschiedlichen Demenzstadien und werden von ihren Töchtern, Schwiegertöchtern und Enkelinnen liebevoll zuhause gepflegt.

Der Dokumentarfilm gewährt Einblicke in den Alltag dieser Familien und stellt die Bedeutung der Demenzerkrankung für alle drei Generationen in den Mittelpunkt. In bewegenden Interviews teilen die Familienangehörigen ihre Erfahrung im Umgang mit den Erkrankten sowie die damit verbundenen Herausforderungen.

Das Kreisintegrationszentrum Mettmann lädt herzlich zur Filmvorführung von „Kalp unutmaz. Das Herz vergisst nicht“ ein. Die Veranstaltung findet am Samstag, 28. Oktober von 10 bis 12 Uhr statt. Gezeigt wird der Film im Weltspiegel Kino Mettmann an der Düsseldorfer Straße 3. Die Vorführung ist für die Gäste kostenlos.

Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit zum Austausch und zur Vertiefung des Themas. Expertinnen und Experten aus der Region werden vor Ort sein, um Fragen zu beantworten. Der Film sowie das anschließende Gespräch finden auf Deutsch und bei Bedarf auf Türkisch statt.

Denn die Veranstaltung wird vom Kreisintegrationszentrum mit folgenden Partnern organisiert: Alevitisches Kulturzentrum Ratingen e.V., Alzheimer-Gesellschaft Kreis Mettmann e.V. – Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe, Der Paritätische – Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Mettmann, DITIB Türkisch islamische Gemeinde zu Mettmann e.V., Integrationsrat Stadt Mettmann, Regionalbüro Alter sowie Pflege und Demenz, Regionalbüro Düsseldorf. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten und bietet wertvolle Gelegenheit, sich mit anderen auszutauschen, heißt es in der Einladung.

Bei Fragen steht Vanessa Becker vom Kreisintegrationszentrum zur Verfügung, per E-Mail an [email protected] oder unter der Telefonnummer 02104-992190.

(RP/am)