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Mettmann: Karrierestart mit Frosch Bob - Franziska reist zur Buchmesse

Mettmann: Karrierestart mit Frosch Bob - Franziska reist zur Buchmesse

Franziska Müschenich ist erst 17 Jahre alt, veröffentlicht aber schon ihr erstes eigenes Buch: „Ein Hüpfer entfernt vom Glück“.

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p class="text"><strong>Mettmann. Vor dem 14. Oktober hat sie am meisten Bammel. Denn dann muss sie um 13.20 Uhr auf dem Stand des August-von-Goethe-Literaturverlags auf der Frankfurter Buchmesse aus ihrem Erstlingswerk vorlesen: "Ein Hüpfer entfernt vom Glück". Für die 17-jährige Franziska Müschenich wird das ein ganz besonderer Höhepunkt in ihrer jungen Schriftsteller-Karriere. Ansonsten hat sich im Leben der Schülerin des Konrad-Heresbach-Gymnasiums nichts geändert.

Das Leben der jungen Autorin hat sich noch nicht verändert

Natürlich sind ihre Eltern und ihre Geschwister Johannes (20), Anna (19), Kathrin (23) und Sebastian (13), ihr Freund Johannes und ihre Freundinnen mächtig stolz auf sie, aber das Leben der Jungautorin geht seinen ganz normalen Gang. "Eigentlich, finde ich, ist das auch gar nichts Besonderes", meint die Tochter des Tierarztes Martin Müschenich. "Von ihm habe ich die Kreativität. Er ist sehr redegewandt und schreibt zu jedem Anlass immer etwas auf", sagt Franziska.

Mit 14, 15 Jahren hat sie angefangen, kleine Geschichten zu schreiben. Angeregt durch Bruder Johannes, "der im Deutschunterricht gerade Gedichte durchnahm". Die ersten Texte waren nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. "Ich hab’ nur geschrieben, um meine Gefühle auszudrücken."

Bei einem Spaziergang mit ihrem Freund ermunterte er sie, "doch mal was Richtiges zu schreiben". Und weil seine Mütter Frösche ganz besonders mag, machte sie einen Frosch zu ihrem Protagonisten. "Ich hab’ dann einfach losgeschrieben. Die Ideen kamen beim Schreiben."

Nach der Schule, im Krankenbett und "auch in der Schule" hat sie geschrieben, merkt sie mit einem verschmitzen Lächeln an. Die erste Geschichte von Bob, der nicht mehr zurück in seinen Teich kommt, weil der plötzlich zugefroren ist, hatte Franziska Müschenich in zwei Monaten fertig. Die zweite Geschichte, in der Bob das Froschmädchen Celly kennen lernt, war nach zwei Wochen abgeschlossen.

Oma Emmi machte ihrer Enkelin dann Mut, das Manuskript an Verlage zu schicken. "Ich habe 15 Verlage angeschrieben. Einer sagte zu, wollte die Geschichte aber in einem Sammelband drucken. Das war mir ehrlich gesagt zu schade." Doch dann kam die Zusage.

Schule Franziska Müschenich geht in die Jahrgangsstufe 12 des Konrad-Heresbach-Gymnasiums. Ihre Leistungskurse sind Biologie und Englisch. Ihr Lieblingsfach ist Bio.

Hobbys Sie tanzt Ballett, trifft sich gerne mit Freunden und geht abends aus. Berufsziel: Sie möchte wie ihr Vater einmal Veterinärmedizin studieren und danach als Tierarzt arbeiten.

Literatur Franziska Müschenich liest vor allem gerne Krimis, "Hauptsache spannend”. Einen Lieblingsautor hat sie nicht.