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Mettmann ist fest in Schützenhand

Mettmann ist fest in Schützenhand

Die Sebastianer regieren derzeit das Mettmanner Stadtgeschehen. Sie feiern ihr Schützenfest. Die Kirmes ist gut besucht.

Mettmann. Die Johanniskirmes der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft war aufgrund der Bauarbeiten in der Innenstadt zwar nicht ganz so groß wie in den Vorjahren. An Attraktivität bei den Besuchern hatte die Kirmes aber nicht eingebüßt. Am Wochenende schlängelten sich die Besucherströme auf der Kirmesmeile zwischen Jubiläumsplatz und Könighofstraße. Gerade bei den Kindern und Jugendlichen fanden die Fahrgeschäfte viel Anklang.

Foto: Dietrich Janicki

„Der überwiegende Teil der Schausteller ist mit den Umsätzen zufrieden“, berichtet Kirmesbürgermeister Volker Stein. Er machte aber keinen Hehl daraus, dass er froh ist, wenn im nächsten Jahr wieder mehr Fläche für den Aufbau der Johanniskirmes zur Verfügung steht. „Dieses Improvisieren nervt doch etwas.“ Sein Lob galt den Anwohnern. „Das ist schon klasse, wie die meisten den Lärm ertragen. „Die meckern nicht, sondern gehen selbst auf die Kirmes oder ins Festzelt und haben Spaß.“

Bereits kurz nach der Eröffnung des Schützenfestes durch Bürgermeister Thomas Dinkelmann war am Freitagabend tolle Stimmung im Festzelt und auf dem Könighofplatz. DJ „Chris“ und Sänger Heiko Schlager heizten den Besuchern ein. Abschluss des Abends war ein von den Schaustellern gesponsertes Feuerwerk. „Das war das schönste und längste Feuerwerk, das wir in Mettmann hatten“, schwärmten viele Besucher.

Am Samstagnachmittag brachten die Schützen vor dem Altenstift Haus Elisabeth und dem evangelischen Krankenhaus ein Ständchen. Bei der anschließenden feierlichen Schützenmesse griff Monsignore Herbert Ullmann, Präses der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, eine biblische Aussage über den Stadtpatron, Johannes den Täufer, auf, in der es heißt, Johannes werde groß sein vor Gott, er werde weder Wein noch andere berauschende Getränke zu sich nehmen. Pfarrer Ullmann gestand ein, dass eine solche Aussage wenig werbewirksam für ein Schützenfest sei, zumal es mit der Fußball-WM zeitlich zusammenfalle.

Bei der feierlichen Investitur auf dem Marktplatz, bei der das Offizierscorps salutierte, legte Präses Ullmann zusammen mit dem Zweiten Brudermeister, Daniel Gebauer, dem Schützenkönig Ralf Buscher das historische Königssilber an. Der Schützenkönig lud die Bürger ein, zur Johanniskirmes zu kommen und an den Aktivitäten im Festzelt teilzunehmen. Danach schwenkte Kerstin Mandlik die Fahne zu Ehren der Majestäten.

Daniel Gebauer informierte die Gäste, dass das Fahnenschwenken die Fesselung und Entfesselung des Heiligen Sebastian symbolisiere. Oberst Stefan Prangenberg gab das Kommando zum Großen Zapfenstreich, vorgetragen vom Tambour- und Fanfarenkorps sowie dem Stadtorchester. Im Festzelt ging es danach hoch her. Am Sonntagnachmittag war der große Festumzug durch die Innenstadt mit Parade auf der Breiten Straße der Höhepunkt.

Der neue Schützenkönig wurde so schnell wie lange nicht mehr ermittelt. Gleich mit dem ersten Schuss holte Stefan Räker (42) die Platte herunter. Freude auch bei Katharina Themann, die neue Schülerprinzessin ist. Ihr Cousin Frederic Stein errang die Würde des Jungschützenprinzen.