Die Purschkurve bekommt mal wieder einen neuen Asphalt Hier kriegt nicht jeder die Kurve

Mettmann · Selten hat ein Unfallschwerpunkt mehr als ein halbes Jahrhundert Geschichte. Am Ortseingang liegt so eine Gefahrenstelle. Demnächst wird extra für sie die B7 drei Tage lang gesperrt.

 Die Puschkurve auf der B7 ist Mettmanns schreckliches Nadelöhr. Seit Jahrzehnten gilt sie als Unfallschwerpunkt.

Die Puschkurve auf der B7 ist Mettmanns schreckliches Nadelöhr. Seit Jahrzehnten gilt sie als Unfallschwerpunkt.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Das Ziel war das Mettmanner Unternehmen „Feder-Becker“, irgendwann, Mitte der 1950er Jahre. Dort sollte Klaus Walper Scheibenwischer-Rückholfedern besorgen. Denn die gingen gerade aus, im Düsseldorfer Werk von DKW Auto-Union. Das war damals einer der größten Arbeitgeber der Region, in der Spitze mit bis zu 4000 Beschäftigten. Damit der Nachschub beschleunigt ankam, spendierte der Werksdirektor sogar seinen eigenen Wagen. Doch Klaus Walper, der Feder-Mann, kam nie in Mettmann an. Auf der Bundesstraße 7 rutschte er bergab aus einer S-Kurve und in den Straßengraben. Der Bote landete verletzt im Krankenhaus, die Direktoren-Limousine war zerknautscht: In den Zeitungsarchiven ist das einer der ersten auf Anhieb auffindbaren Crashs in der Puschkurve vor dem Mettmanner Ortseingang.