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Mettmann: Ehepaar Roder beklagt gefährliche Situationen durch Umgehungsverkehr

Mettmann : Anwohner klagen über Schleichverkehr

In Mettmann Süd weichen viele Autofahrer wegen Bauarbeiten ins Wohngebiet aus.

Der Stillstand am Bau des Kreisverkehrs in Mettmann Süd sorgt weiter für Unmut bei den Anwohnern. Margret und Klaus Roder beklagen ein massiv gestiegenes Verkehrsaufkommen im umliegenden Wohngebiet. „Es kommt täglich zum Beispiel auf Blumenstraße und Leyer Straße zu teils gefährlichen Situationen“, schreibt das Paar und verweist auf die große Anzahl der Autofahrer, die trotz der Tempo-30-Zone häufig zu schnell fahren würden. Außerdem seien die Gehwege der Blumenstraße von ausweichenden Fahrzeuge im Begegnungsverkehr bereits abschnittweise beschädigt worden. Dass das Verkehrsaufkommen im Viertel gestiegen ist, führen sie auf die Kreisverkehr-Baustelle an der Beethovenstraße zurück. Ihr Anliegen haben die beiden bereits mehrfach bei der Stadt angesprochen und hätten so auch die Installierung eines Dialog-Displays erwirken können, berichtet das Paar. Das Display misst die Geschwindigkeit der Autos und zeigt diese an.

„Die Verwaltung hat Beobachtungen vor Ort durchgeführt und dann dem Bürger geantwortet“, sagt Baudezernent Kurt Werner Geschorec. Die Stadt habe in ihrer Antwort deutlich gemacht, dass es zwar zu einer Erhöhung der Verkehrsmenge gekommen sei, diese aber temporär sein dürfte. Die Stadt ließ daraufhin an der Blumenstraße das Display mit Geschwindigkeitsanzeige für etwa drei Monate installieren.

Schild mit Tempoanzeige wurde wieder abgebaut

Inzwischen ist das Display jedoch wieder abgebaut worden. Das Ehepaar Roder kann das nicht nachvollziehen – insbesondere in Hinblick darauf, das durch das Viertel der Schulweg zur Gemeinschaftsgrundschule verläuft. Ein Sprecher der Stadt begründet den Abbau mit einem „Gewöhnungseffekt der Verkehrsteilnehmer“. Autofahrer könnten die Anzeigen nach einer gewissen Zeit ignorieren. Als weiteren Grund führte er an, dass viele Anwohner der Meinung seien, in ihrer Straße werde zu schnell gefahren. Eine „Unmenge von Geräten“ anzuschaffen, sei aber nicht sinnvoll.

Margret und Klaus Roder haben bemerkt, dass stattdessen vor mehreren Wochen an der Kreuzung Blumenstraße/ Beethovenstraße/ Haydnstraße in Richtung Kreisverkehr-Baustelle Sackgassenschilder aufgestellt wurden. „Deren Sinn erschließt sich uns nicht, da die Beethovenstraße im weiteren Verlauf keine Sackgasse ist.“ Die Schilder würden den Ausweichverkehr noch intensivieren.

Bis zur Fertigstellung des Kreisverkehrs wünschen sich die beiden, dass das Dialog-Display erneut installiert wird, und die Polizei mehr im Viertel kontrolliert: „Wir können nur hoffen, dass nach der hoffentlich bald erfolgten Fertigstellung des Kreisverkehrs nicht auch der Umgehungsverkehr zum Gewöhnungseffekt geworden ist.“