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Mehrgenerationenhaus ist Anlaufstelle im Herzen der Stadt Mettmann

Mettmann : Ein Zuhause für alle Generationen

Vor 48 Jahren wurde in Mettmann das Jugendhaus ins Leben gerufen. Seit Dezember 2006 gehört es dem Bundesprogramm „Mehrgenerationenhaus“ an.

 Zwar liegt der Schwerpunkt des Hauses noch immer auf der Jugendarbeit, doch findet hier nun eine Generationen übergreifende Arbeit statt, die die Begegnung der unterschiedlichen Generationen fördert.

„Das war auch der Punkt, warum wir uns für das Bundesprogramm beworben haben“, erklärt Axel Meven, Leiter des Mehrgenerationenhauses, „weil wir es damals wichtig fanden, die Begegnung von Generationen möglich zu machen.“ Der Fokus liegt hier vor allem auf der Begegnung jener Generationen, die nah beieinander liegen. „Familien mit Kindern“, sagt Meven.

Für diese Zielgruppe organisiert das Mehrgenerationenhaus in den Ferien Familientouren. „Durch die Förderung können wir mehr Busse einsetzen oder auch mehr Touren organisieren“, freut sich Axel Meven. Denn der Bedarf ist groß, die Touren sind schnell ausgebucht. Vor allem die Hollandtour sei sehr gefragt. „Für viele Kinder ist es das erste Mal, dass sie ans Meer kommen“, weiß Meven.

Leider mussten wegen Corona die geplanten Touren in den Osterferien ausfallen. „Wir planen jetzt für die Sommerferien“, sagt Meven. Überhaupt leidet das umfangreiche Programm des Mehrgenerationenhauses sehr unter der Pandemie. So können viele Workshops nicht oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen, für eine nur sehr begrenzte Teilnehmerzahl stattfinden.

Auch die seit 25 Jahren bestehende Freizeitwerkstatt hat sich in mehrere Gruppen aufgeteilt. Diese Freizeitwerkstatt ist eines der Senioren-Angebote des Mehrgenerationenhauses. „Es ist eine Gruppe von aktiven Rentnern, die handwerklich tätig sind“, erklärt Axel Meven, „und das für einen guten Zweck.“

Sie handwerken und schreinern nicht nur für Schulen und Kindergärten, sondern auch für die Bibliothek. „Sie gehen Dinge an, die sonst nicht umsetzbar wären.“ Zuletzt waren sie damit beschäftigt, Osterhasen für eine Offene Ganztagseinrichtung herzustellen. Und im Rahmen der Ferienprogramme bietet die Freizeitwerkstatt kreative Workshops für Kinder und Jugendliche an – normalerweise. Wie das in diesem Jahr wird, weiß noch keiner wirklich zu sagen.

Auch der offene Bereich leidet sehr unter dem Lockdown, denn in der hauseigenen Cafeteria finden unter normalen Umständen viele niederschwellige Angebote statt, wie das Café International. „Da kommen viele Leute mit Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung hin“, erzählt Axel Meven.

Zum einen treffen sie hier Gleichgesinnte, zum anderen bekommen sie hier Informationen. Denn auch die Beratung verschiedener Zielgruppen findet im Mehrgenerationenhaus statt. „Wir arbeiten mit vielen Kooperationspartnern zusammen.“ Niederschwellige Informations- und Beratungsangebote gibt es normalerweise von der Wohn- und Pflegeberatung. „Da kann man sich informieren und einfach nur zuhören“, so Meven, „das findet auch gerne in der zwanglosen Cafeteria-Atmosphäre statt.“

Ebenso wie die Kooperations-Veranstaltungen von „Du, Ich, Wir“, die für Angebote im Lernbereich, wie Nachhilfe sorgen. Obwohl vieles derzeit nicht stattfinden kann, bleibt Axel Meven optimistisch.

Es wird geplant und die Hoffnung ist da, dass vieles davon realisiert werden kann. Ebenfalls optimistisch zeigt sich Meven, was die Ungewissheit rund um die Umgestaltung der Stadthalle betrifft. Ob das Mehrgenerationenhaus nun abgerissen wird oder bestehen bleibt, zwei Dinge sind Meven vor allem wichtig: „Das Haus muss im Herzen der Stadt sein und ein neues Haus muss erst bezugsfertig sein, bevor das alte abgerissen wird.“