Letzter Mettmanner Bachlauf am alten Ort

Letzter Mettmanner Bachlauf am alten Ort

Siebte Auflage der familiären Veranstaltung mit fast 1200 Teilnehmern

Mettmann. „Wenn man bedenkt, dass beim ersten Bachlauf im Jahr 2005 gerade einmal 100 Läufer an den Start gingen, hat die Veranstaltung im Laufe der Jahre eine phänomenale Entwicklung vollzogen“, sagt Sandra Pietschmann vom Organisatorenteam.

So erfreut sich die zur Tradition gewordene Laufveranstaltung rund um das Industriegelände der Firma Mono größter Beliebtheit bei den Mettmannern. „In allen Alters- und Wettkampfklassen sind Läufer vertreten“, betont Martin Auerbach, Vorsitzender von Mettmann-Sport.

Der Verein zeichnet verantwortlich für die Planung und Durchführung der Veranstaltung. Ein Großteil der rund 60 ehrenamtlichen Helfer ist festes Mitglied im Verein. Von der Ausgabe der Startnummern über das Verkehrsmanagement in und um die Strecken bis hin zur Zeitmessung und Siegerehrung wird jede helfende Hand gebraucht, wie Auerbach sagt: „Wir sind froh, so viele freiwillige Helfer zu haben.“

Und so hat sich der zur Großveranstaltung gereifte Lauf sein familiäres Ambiente bewahren können. „Es geht hier vordergründig nicht um sportliche Erfolge, sondern um den Spaß und das gemeinsame Ausleben des Sports“, sagt Wilhelm Seibel, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Mono und Seibel, die den Bachlauf um den Georg-Fischer-Preis seit seiner Gründung finanziell unterstützt.

Und so lässt auch er es sich nicht nehmen, am Lauf teilzunehmen. „Ich laufe heute die zehn Kilometer. Ankommen ist dabei das vorrangige Ziel“, sagt er mit einem Lächeln.

Daneben werden aber doch auch sportliche Höchstleistungen geboten, wie die Bestzeiten von Lothar Kuhnke, der extra aus Essen zum Bachlauf gekommen ist. Und das nicht zum ersten Mal - 2010 konnte er den ersten, im Jahr darauf den zweiten Platz für sich verbuchen.

„Es ist immer schön, beim Bachlauf dabei zu sein“, sagt der 57-jährige Essener. „Ich gewinne gerne die Läufe an denen ich teilnehme, mir ist aber auch eine familiäre Stimmung bei solchen Veranstaltungen wichtig. Das zeichnet den Bachlauf in meinen Augen aus.“

Das zeigt sich auch an der großen Beteiligung der Schüler. Der Anteil der Bambini- und Schülerläufer beträgt in diesem Jahr 51 Prozent der Gesamtteilnehmerzahl. Darüber hinaus legen die Organisatoren des Bachlaufs Wert auf die soziale Ausprägung der Veranstaltung.

Mit der Aktion „laufend helfen“ werden Spenden für soziale Projekte gesammelt, wie Seibel erklärt: „Für jeden Läufer, der an den Start geht, spendet die Firma Mono und Seibel 1,50 Euro. Außerdem können die Läufer auf ihr Finisher Shirt, das für einen erfolgreichen Lauf vergeben wird, verzichten.“

So rechnen die Veranstalter in diesem Jahr mit einer Summe von rund 4000 Euro. Zugute kommen soll sie der Mettmanner Tafel, die in diesem Jahr in neue Räumlichkeiten umzieht. Und auch der Bachlauf steht vor Veränderungen, wie Pietschmann verrät: „Im nächsten Sommer wird der Lauf an der Sportanlage am Heinrich-Heine-Gymnasium durchgeführt werden.“

Dann würde er jedoch nicht mehr am Mettmanner Bach vorbei führen. „Wir werden sehen, ob es zu einer Namensänderung kommen wird. In der Nähe des Gymnasiums fließt ja schließlich der Bach an der Meisenburg.“

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