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Kommunalwahl in Mettmann mit Mundschutz und mehr Abstand

Mettmann : Mund-Nasen-Schutz und Abstand sind Pflicht bei der Wahl

Ein Wahlsonntag unter Corona-Bedingungen – für die Sicherheit von Helfern und Bürgern werden zahlreiche Maßnahmen ergriffen.

Wer den Vorraum des Wahllokals im Konrad-Heresbach- Gymnasium betritt, wird erst einmal von einem Beisitzer des Wahlteams begrüßt, der die Mettmanner durch die Sicherheitsmaßnahmen lotst. Denn bevor sie an diesem Sonntag das Wahllokal betreten dürfen, müssen sie such die Hände desinfizieren. Auch die Maskenpflicht muss eingehalten werden. Pfeile auf dem Boden und Abstandsmarkierungen machen die Prozedur einfacher.

Zunächst werden die Wähler von den Pfeilen zur Anmeldung geleitet, wo sie ihre Wahlzettel bekommen. Für alle, die keinen eigenen Stift mitgebracht haben, werden neue Kugelschreiber bereitgehalten. „Die sind eingeschweißt und werden nach Gebrauch desinfiziert“, sagt Andrea Kotthaus, Leiterin der Abteilung Recht und Ordnung der Mettmanner Stadtverwaltung.

Kleine Desinfektionsflaschen stehen für die Wahlhelfer bereit – genauso Masken, um sie bei Bedarf zu wechseln. „Wir haben auch Flächendesinfektionsmittel und Handschuhe hier, denn die Flächen werden in regelmäßigen Abständen desinfiziert“, sagt Kotthaus. Nach dem Ankreuzen der Wahlzettel werden die Wähler zur Wahlurne geleitet. Auch hier gibt es Helfer, die den richtigen Ablauf überwachen. Nach dem Einwurf in die Urne können die Bürger das Wahllokal verlassen. „Wir haben einen Rundlauf angelegt, so dass Begegnungen vermieden werden“, sagt Kotthaus. Die Wahlhelfer sitzen hinter Schutzscheiben, die besonders hoch sind, da die Wähler vor ihnen stehen. Die Mettmanner sind zumeist verständig, halten alle Sicherheitsmaßnahmen ein und berücksichtigen die Hinweise des Wahlteams. Und doch gibt es auch hier Menschen, die sich durch die Maßnahmen in ihrer Freiheit eingeschränkt sehen und sich weigern, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. „In so einem Fall kommt ein Mitarbeiter der Ordnungsbehörde“, erklärt Andrea Kotthaus. Von einem Fall in Mettmann weiß sie, bei dem am Ende die Stimmabgabe dann doch erfolgte.

Corona verändert aber auch noch mehr. „Wir haben in diesem Jahr definitiv mehr Briefwahlen“, sagt Kotthaus. Rund 25 Prozent der Wahlberechtigten hätten diese beantragt. Außerdem sei es schwieriger gewesen, ausreichend Wahlhelfer zu finden. „Wir hatten mehr Absagen, da viele der Risikogruppe angehören.“ „Außerdem dauert in diesem Jahr alles etwas länger“, beobachtet Wahlleiter Dietrich Stang. Zum einen der Wahlvorgang und zum anderen das Auszählen. Stang betont: „Es gibt zum ersten Mal keine Wahlparty.“