Kleinkunst im Road Stop Mettmann

Start ist in dieser Woche: Road Stop bietet jetzt Kleinkunst

An Nikolaus startet die neue Veranstaltungsreihe.

Was passiert, wenn der Geschäftsführer eines Mettmanner Gastrobetriebes und ein Musikkabarettist die Köpfe zusammen strecken? Dabei kann nur eine ungewöhnliche Idee herauskommen. So war es auch bei Carsten im Brahm, dem Geschäftsführer des Road Stop Neandertal, und dem mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichneten Timm Beckmann. „Wir kennen uns schon aus der Schulzeit“, erzählt Carsten im Brahm, „wir sind immer verbunden geblieben.“ Carsten verfolgte den Werdegang seines Schulfreundes Timm, der inzwischen gemeinsam mit Markus Grieß als Duo „Beckmann-Griess“ unterwegs ist.

So kamen die beiden auf die Idee, in Mettmann eine Kleinkunst-Reihe auf die Beine zu stellen. Timm Beckmann besuchte daraufhin zunächst einmal das Road Stop Neandertal. „Ich habe es mir angesehen“, erzählt er. Aus Erfahrung weiß er, was Künstler für ihre Auftritte brauchen und kam zu dem Schluss: „Es ist perfekt.“ Es bietet nicht nur ein vielfältiges Catering für die Veranstaltungen, sondern auch Übernachtungsmöglichkeiten, da ein Motel dazu gehört. „Außerdem hat es einen Veranstaltungsraum mit Bühne“, so Timm.

Als die Location stand, schauten die beiden Initiatoren, wie es um die Kleinkunst-Szene in Mettmann bestellt ist und kamen zu dem Schluss, hier ein wenig neuen Wind reinzubringen. „Es ist einen Versuch wert“, meint Timm Beckmann. Vor allem das Ambiente hat ihn überzeugt. „Es ist nicht wie in einem Theatersaal“, erklärt er, „da ist eine Theke dabei.“ Nicht nur das Restaurant, auch der Veranstaltungssaal sind im American Diner-Style eingerichtet und versprechen eine lockere Atmosphäre. „Es werden Kabarettaufführungen, aber in einem besonderen Ambiente“, verspricht Timm Beckmann.

Zunächst gibt es eine sechsmonatige Probezeit

Sechs Monate wird die neue Kleinkunst-Reihe, die unter dem Motto „Timm Beckmann präsentiert“ läuft, nun getestet, mit einer Veranstaltung pro Monat. „Wir werden sehen, wie es sich entwickelt“, meint er. Dabei kommt es ihm noch nicht einmal so sehr darauf an, wie viele Leute kommen, sondern vor allem, wie ihnen das Gesamtkonzept gefällt. Und natürlich ist es ihm wichtig, dass sich die Künstler wohl fühlen. Zum Auftakt der neuen Kleinkunst-Reihe präsentiert Timm Beckmann natürlich „Beckmann-Griess“. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Timm Beckmann mit der grundsoliden klassischen Ausbildung und Markus Grieß, Autodidakt und E-Gitarren-Fan. Doch genau darin liegt der Reiz. Die beiden verstehen es, ein Crossover-Kabarett zu bieten, das nicht in eine Schublade passt. „Es macht wirklich viel Spaß“, sagt Timm Beckmann, „und ich kann mein klassisches Wissen mit einbringen.“ Noch nie wurde klassische Musik auf so witzige, unverfängliche und kurzweilige Weise unters Volk gebracht. „Beckmann-Griess“ werden am Nikolaustag um 19 Uhr ihr Programm „Was soll die Terz?“ zum Besten geben. Karten gibt es im Internet.

Mehr von Westdeutsche Zeitung