Grundschule Herrenhaus in Mettmann wird 50

Mettmann : Gründungsjubiläum der Grundschule Herrenhaus

Vor 50 Jahren wurde die Schule gegründet. Für Lehrer und Schüler Grund zum Feiern.

Zum Abschied von der Grundschule Herrenhauser Straße zeigen die vierten Klassen in der Turnhalle, was sie in den letzten Jahren gelernt haben: Es gibt Tänze, Gymnastik und Schülerwitze – und vor allem viel Beifall von der voll besetzten Tribüne. Die Musik-AG zeigt kreatives Trommeln auf Stühlen und muss „We will rock you“ gleich zweimal spielen – die Halle bebt.

Jörg Krause von der Schulpflegschaft bringt auf den Punkt, was für die Entwicklung der Kinder wichtig ist: „Sie sollen weltoffene, positiv denkende Menschen werden, die optimal aufs Leben vorbereitet sind.“ „Einmal Herrenhauser, immer Herrenhauser“, kommentiert Schulleiterin Birgit Krohm und lädt die Viertklässler ein, nochmal vorbei zu kommen kommen – und sei es nur zum „Chillen“ auf dem Schulhof. „Es waren mal wieder vier tolle Jahre“, bedankt sich ein Vater bei ihr für die gute Arbeit der Schule.

Abschied der Viertklässler und Schulfest sind Teil des Jubiläums

Der Abschied der Viertklässler und das große Schulfest am Samstag gehörten zusammen mit dem Festakt am Freitagabend zu den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Schuljubiläum.

„Seit gestern sind wir auch eine Schule ohne Rassismus, Landrat Thomas Hendele hat uns ausgezeichnet“, erzählt die Schulleiterin. Sie leite eine sehr innovative Schule, sagt sie, und zählt wichtige Entwicklungen der letzten Jahre auf: “Wir waren die erste Schule im Kreis mit Inklusion und nachschulischer Betreuung.“

Recht auf gute Bildung für
einen guten Start ins Leben

Zum Motto der Schule „Miteinander lernen“ gehöre für sie nicht nur, dass Schüler, Eltern und Lehrer gut zusammen arbeiten, sondern auch, dass Kopf und Geist im Einklang sind. „Wir legen viel Wert auf ein umfangreiches Sportangebot, das wir zusammen mit Kooperationspartnern wie der DLRG, ME-Sport, dem Golfclub und der Tanzschule Krauss anbieten.“

Die im Schulalltag auftretenden Probleme bewältige sie zusammen mit dem starken Kollegium. Die Kinder an der Schule hätten unterschiedliche Schwierigkeiten, aber für sie gelte: “Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung und einen guten Start ins Leben. Bildung muss unser höchstes Gut bleiben“, betont sie.

Da die finanziellen Mittel der Schule begrenzt sind, habe sie sich zum Ziel gesetzt, aus „wenig viel zu machen“. „Wir sind eine ,WIR-Schule‘: Wollen-Initiieren-Realisieren.“ Eltern beteiligen sich kreativ. Im Schulgebäude hatte jede Klasse eine Spielstation vorbereitet. Das Angebot reichte von Masken oder Blumen basteln über Zielwerfen und Schminken bis zum Länderquiz.

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