Gruiten: Sportplatz - warten auf ein Konzept

Gruiten: Sportplatz - warten auf ein Konzept

Sportpolitik: In Sachen Sportplatz Gruiten tut sich erst etwas, wenn alle Zahlen vorliegen.

Gruiten. Gruiten sagt "Ja" zur Sanierung des heimischen Sportplatzes - das war der Tenor der Diskussionsrunde, zu der der Förderverein Fußball Haan-Gruiten ins Vereinsheim eingeladen hatte.

Das war allerdings Anfang Mai, seitdem war nichts mehr von den Plänen zu hören. Doch Dieter Schauf, Vorsitzender des Fördervereins, sagte jetzt im Gespräch mit der WZ: "Es tut sich was." Man warte noch auf ein zweites konkretes Angebot für eine Sanierung, dann wolle man die Zahlen der Verwaltung vorlegen. "Im Oktober könnte dann der Sportausschuss und anschließend der Rat eine Grundsatzentscheidung fällen", blickt Schauf in eine mögliche Zukunft.

Die Politik hatte sich bislang mit einer klaren Bekenntnis für die Sanierung zurückgehalten. CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Lemke erklärt: "Keiner weiß, über welche Größenordnung wir sprechen. 300000 Euro? Oder 1,3Millionen?" Auch Bürgermeister Knut Vom Bovert sagt: "Es braucht erstmal ein schlüssiges Konzept." Die Vereine seien gefragt.

Der Förderverein ist an der Sache dran. Das bereits bestehende Angebot benennt die Kosten für einen Kunstrasenbelag mit 300000 Euro. Doch damit ist der Platz noch nicht auf den neusten Stand gebracht. Inklusive Sanierung der Laufbahn könnte das Gesamtpaket um die 500000 Euro kosten.

Wenn das zweite Angebot da ist, sei erstmal ein Gespräch mit dem TSV Gruiten fällig. In der Stadt ist längst bekannt, dass sich TSV und Förderverein in Detailfragen der Sanierung uneins sind. Jens Lemke hofft auf einen runden Tisch mit allen Beteiligten. Die aktuelle Situation empfinde er doch als "unbefriedigend".

Die Situation auf dem Gruitener Sportplatz, an dem mittlerweile seit 20 Jahren nichts mehr getan wurde, ist nicht länger tragbar. Die Verletzungsgefahr durch den Aschebelag ist hoch. Regnet es, sind direkt große Flächen überflutet. Auf die ultimative Lösung, den Neubau an der Windfoche, setzt zurzeit erstmal keiner. Denn: In absehbarer Zeit wird Haans Haushalt solch eine Investition nicht zulassen.

Doch auch für die Sanierung ist kein Geld da. Aber Schauf sagt: "Ich habe bereits Gespräche geführt und es gibt auch Firmen, die bereit wären, mitzuhelfen." Zuschüsse von Stiftungen könnten eine weitere Finanzierungsquelle darstellen. Sein optimistischer Blick in die Zukunft: "Wenn alles glatt läuft, schaffen wir die Sanierung im nächsten Sommer."

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