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Gruiten: Hasenhaus braucht Trinkwasser

Gruiten: Hasenhaus braucht Trinkwasser

Weil mit dem Neubaugebiet der Trinkwasserverbrauch gestiegen ist, müssen die Stadtwerke neue Pumpen installieren. Gruitener sind am Donnerstagabend fünf Stunden ohne Wasser.

Gruiten. Entspannende Schaumbäder oder heiße Duschen sollten Bewohner des Gruitener Zentrums am Donnerstagabend besser nicht einplanen. Die Stadtwerke Haan stellen ab 22 Uhr die Pumpen der Druckerhöhungsanlage an der Breite Straße in Gruiten-Mitte ab. "Wir können dann nur eine minimale Versorgung sicherstellen", sagt Diplom-Ingenieur Peter Barthel, technischer Betriebsleiter der Haaner Stadtwerke.

Etwa fünf Stunden werden die Arbeiten in Anspruch nehmen, dann soll das Wasser wieder mit dem gewohnten Druck aus den Gruitener Wasserhähnen kommen. Zwei Pumpen müssen die Stadtwerke durch neue ersetzen. "Die jetzige Anlage ist zu klein geworden", sagt Barthel.

Sie steht an einem so genannten Hochpunkt im Haaner Stadtgebiet. "Unser Wasserversorgungsgebiet besteht aus unterschiedlichen Zonen", erläutert der Betriebsleiter. Die geographische Lage macht den Einsatz von Pumpen notwendig, damit alle in der Stadt lebenden Menschen angemessen mit Trinkwasser versorgt werden können. Steigt der Wasserverbrauch, müssen neue Pumpen her, die den Bedarf decken.

Notwendig macht die Neuanschaffung in Gruiten das Baugebiet Hasenhaus, das bei Fertigstellung 700 Menschen ein Zuhause bieten soll. "Der Trinkwasserverbrauch hat sich dort seit Baubeginn von 15 auf 30 Kubikmeter in der Stunde erhöht", sagt Barthel. Zur Erinnerung: Der erste Spatenstich erfolgte dort im April 2004. Dementsprechend müsse die Kapazität der Pumpen erhöht werden. Und weil die nicht ausgebaut werden können, müssen sie ausgetauscht werden.

"Wir machen das in zwei Abschnitten am Donnerstag und am Freitag", sagt Barthel. Erst werden Pumpen abgestellt und ausgebaut, anschließend die neuen Pumpen angeschlossen. Für die Feuerwehr wird eine Extra-Pumpe installiert, die schafft sogar 96 Kubikmeter Wasser in der Stunde.

Donnerstagnacht werden Bewohner von Erdgeschosswohnungen vielleicht noch ein bisschen Wasser aus ihren Hähnen herauskitzeln können, Bewohner höherer Etagen werden für einige Stunden ganz auf fließend Wasser verzichten müssen. Barthel: "Und elektrische Durchlauferhitzer werden aufgrund des fehlenden Wasserdrucks nicht anspringen."

Am Freitagmorgen soll das Wasser wieder wie gewohnt fließen. Dafür müssen die Pumpen oder zumindestens eine Pumpe, rund um die Uhr laufen. Fällt eine aus, springt die zweite an. Dass die Anlagen belastbar sind, beweisen die alten Pumpen. Sie sind seit 1981 in Betrieb, wurden wöchentlich gewartet und in gutem Zustand gehalten.

Der Austausch der Pumpen kostet die Stadtwerke Haan rund 10.000 Euro.