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Glasfasernetz: Jetzt geht’s los

Glasfasernetz: Jetzt geht’s los

Wer kostenlos auf die moderne Übertragung von Daten umsteigen möchte, muss bis zum 15. Juli zustimmen.

Mettmann. Bürgermeister Bernd Günther hatte am Freitagvormittag eine dunkle Brille auf der Nase, wie sie Heino trägt. Ihm machte aber nicht die Sonne zu schaffen. Nein, Mettmanns Verwaltungschef guckte 3-D im gläsernen Wohnzimmer der Telekom, das seit Freitag auf der Mühlenstraße hinter der Kreissparkasse steht.

Die Telekom lädt die Mettmanner ein, sich in dem mobilen Vorführraum umzuschauen, mit einer speziellen Brille dreidimensional fern zu sehen. „Oder man erforscht einmal Entertain, das Internetfernsehen der Telekom“, schlägt André Hofmann vor, Pressesprecher der Telekom. Das gläserne Wohnzimmer ist montags bis samstags von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet.

Mettmann ist eine von zehn Städten in Deutschland, in der die Telekom Glasfaserkabel für eine rasend schnelle Datenübertragung ins Haus legt — und das zum Nulltarif. Mehr als 10 000 Haushalte in 4400 Gebäuden können auf Wunsch einen Glasfaseranschluss bekommen, auch Haushalte, die nicht Kunde der Telekom sind. Der Anschluss verpflichtet auch nicht dazu, den Telefonanbieter zu wechseln.

Nicht nur der Anschluss, sondern auch die Verkabelung im Haus übernimmt die Telekom, die in Mettmann einen zweistelligen Millionenbereich in den Ausbau des Glasfasernetzes investiert. Aber natürlich hofft der Telefonriese, auch viele neue Kunden mit dem Angebot gewinnen zu können.

„Am Montag beginnen wir mit dem Direktvertrieb, gehen unsere Mitarbeiter, die sich alle ausweisen können, von Tür zu Tür“, sagte Peter Kroppen, der für die Telekom in Mettmann das Glasfaser-Zeitalter einläutet. Zuerst sind die Bereiche Jörissen-, Goethe-, Königsberger- bis Eichstraße sowie die Nordstraße mit der Siedlung Kaldenberg und Mettmann-Süd dran. „Kroppen: „Mitte Mai wollen wir dort schon mit dem technischen Ausbau beginnen.“

Um die Wohnung oder die Immobilie anzuschließen, braucht die Telekom vom Eigentümer bis zum 15. Juli eine Zustimmung — Kosten entstehen nicht. Wer nach diesem Termin von Kupfer auf Glasfaser umsteigen will, muss die Kosten selbst tragen. „Die liegen zwischen 300 und 700 Euro“, sagt Hofmann.

Im gläsernen Wohnzimmer auf der Mühlenstraße informieren Telekom-Mitarbeiter über den Glasfaser-Ausbau und die Zustimmungserklärung — dem sogenannten Nutzungsvertrag für lichtwellenleiterbasierte Grundstücks- und Gebäudenetze (NVGG). Hauseigentümer können dort, aber auch im T-Punkt an der Schwarzbachstraße, einen Vorvertrag über den Glasfaserausbau unterschreiben. Weitere Informationen dazu gibt es unter der kostenlosen Telefonnummer 0 800/ 77 33 888 oder auf einer eigens geschalteten Homepage der Telekom.