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Generalistische Ausbildung mit Pilotprojekt im EVK Mettmann

Ausbildung in Mettmann : Neuer Ausbildungsgang im EVK

Das Projekt „Fit for care“ bereitet Pflegefach-Auszubildende praxisnah auf ihren zukünftigen Job vor.

(Red) Der erste generalistische Ausbildungsjahrgang zur examinierten Pflegefachfrau und zum examinierten Pflegefachmann ist am 1. Oktober in der Krankenpflegeschule des Evangelischen Krankenhauses gestartet. Parallel dazu hat die Pflegedirektion des Krankenhauses gemeinsam mit den Praxisanleitern ein Pilotprojekt ins Leben gerufen. Es heißt „Fit for care“ und richtet sich an die Auszubildenden im ersten Ausbildungsdrittel.

Im ersten Monat wurden in der Krankenpflegeschule am EVK Mettmann theoretische Grundlagen vermittelt, nun geht es darum, den Praxisalltag auf einer Station zu erleben. „Wir möchten unseren Auszubildenden eine gute praktische Anleitung bieten und ihnen in Kleingruppen das pflegerische Tätigkeitsfeld näherbringen“, erklärt Pflegedirektorin Dorothea Sandhäger die Idee hinter dem Projekt.

Auf einer interdisziplinären Station mit chirurgischen und internistischen Patienten kommen die Azubis zum ersten Mal mit Patienten und den unterschiedlichen Berufsgruppen – Ärzte, Seelsorger, Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten – in Kontakt und lernen die Tätigkeitsfelder von Patiententransportdienst, Entlassmanagement, Sozialdienst, Serviceteam und Stationshilfe kennen, indem sie hier hospitieren.

„Mit ‚Fit for care‘ führen wir die nächste Generation der Pflegenden in enger Begleitung an ihre zukünftigen Aufgaben heran. Dafür stehen den Auszubildenden im Früh- und Spätdienst jeweils zwei Praxisanleiter zur Verfügung“, erklärt Melanie Sitar, eine der insgesamt zwölf erfahrenen Praxisanleiterinnen im EVK Mettmann. Drei Wochen läuft das Praxisprojekt, in dem die Azubis das Krankenhaus mit seinen Fachabteilungen, Funktionsbereichen und Räumlichkeiten kennenlernen.

Darüber hinaus werden sie beispielsweise in Sachen Hygiene oder auch der richtigen Kommunikation mit Patienten und Angehörigen geschult.

Sie würden schnell erkennen, dass Pflege ein Baustein für den Therapieerfolg eines jeden Patienten ist. „Das sind zu Beginn wirklich allerhand Informationen und Eindrücke, die es zu verarbeiten gilt“, weiß auch Praxisanleiterin Nicole Ehrmann. Deshalb folgt nach Abschluss jeder einzelnen Woche ein Feedbackgespräch mit den Auszubildenden.

„Hier können wir individuelle Fragen noch einmal besprechen und Situationen der Überforderung direkt vorbeugen“, sagt Nicole Ehrmann. Am Ende der praktischen Projektwochen lernen die Azubis die Station und Kollegen kennen, auf der sie anschließend ihren ersten Praxiseinsatz absolvieren werden.

Auch dieser Tag soll den pflegerischen Nachwuchs gut vorbereitet in den Stationsalltag einsteigen lassen.

„Unser Ziel ist es, unsere zukünftigen Pflegefachleute in den drei Ausbildungsjahren bestmöglich auf ihr Berufsleben vorzubereiten und das von Anfang an“, betont Pflegedirektorin Dorothea Sandhäger. „Wir möchten nach drei Jahren höchstqualifizierte Kollegen übernehmen und durch attraktive Angebote halten. Eine innovativ gestaltete Ausbildung ist die Grundlage für ein erfolgreiches Berufsleben.“