Fünf Ideen fürs alte Waschbrett

Fünf Ideen fürs alte Waschbrett

Abreißen, sanieren, ein neues Dach bauen oder einen Platz unter Platanen schaffen? Verwaltung kann sich nicht entscheiden.

Mettmann. Der Unterstand auf dem kleinen Platz an der Mühlenstraße, der im Volksmund liebevoll „Waschbrett“ genannt wird, stand im Planungsausschuss auf der Tagesordnung. Seit geraumer Zeit beschäftigen sich die Ausschussmitglieder mit der Frage: Was passiert mit dem „Waschbrett“? Denn es ist marode, in die Jahre gekommen, nicht mehr zeitgemäß.

Mehrere Varianten stehen zur Disposition. Variante eins: Abriss und Platz ohne eine Überdachung (Gesamtkosten: 61 000 Euro). Variante zwei: Platz mit einem Platanendach (ähnlich wie auf dem Königshofplatz, 97 000 Euro). Variante drei: Platz mit einer neuen Überdachung (500 000 Euro). Variante vier: Platz mit dem vorhandenen „Waschbrett“ (45 000 Euro). Variante fünf: Platz mit der vorhandenen Konstruktion des „Waschbrettes“ und einem neuen Glasdach (195 000 Euro).

Bei den Varianten eins bis drei fallen jeweils die Abriss- und Entsorgungskosten für das „Waschbrett“ einschließlich der Fundamente und Entwässerungsleitungen an. Diese Kosten werden von der Verwaltung mit 61 000 Euro kalkuliert. Die zusätzlichen Kosten (Abriss) bei Variante zwei hängen von der Anzahl der neuen Bäume ab. Bei sechs Bäumen und den erforderlichen Unterflurrosten ist mit 36 000 Euro zu rechnen.

Eine neue Überdachung schlägt mit Kosten von 439 000 Euro zu Buche (mit Statik, Prüfstatik, Planung). Bisher sind für diese Variante bereits 10 000 Euro verausgabt worden, um den Förderantrag stellen zu können.

Bei den Varianten vier und fünf entstehen Kosten für die Sanierung des 40 Jahre alten „Waschbretts“. Um die Konstruktion für die nächsten 20 Jahre verkehrssicher zu halten, müssten zwei Stützen aufgrund der sehr starken Korrosionserscheinungen ausgetauscht werden, sagt die Verwaltung. Darüber hinaus sollte die Stahlkonstruktion mit einem neuen Korrosionsschutz und einem neuen Anstrich versehen sowie die Dachabdichtung punktuell repariert und die Dachentwässerung erneuert werden. Abschließend ist es sinnvoll, die im Boden befindlichen Entwässerungsleitungen im Zuge der Tiefbauarbeiten zu erneuern. Die Gesamtkosten der zuvor beschriebenen Arbeiten belaufen sich auf 37 000 Euro. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Gesamtkonstruktion auch nach der Sanierung die Lebensdauer mindestens zur Hälfte bereits überschritten hat und somit die Abrisskosten für die vorhandene Überdachung zu einem späteren Zeitpunkt einmal anfallen werden.

Variante vier, vorhandenes „Waschbrett“: Für diese Variante sind neben den zusätzlichen Ingenieurkosten für die Umplanung der Höhe von 5000 Euro noch 3000 Euro für die zusätzliche Treppen zu berücksichtigen.

Variante fünf, „Waschbrett“ mit neuem Glasdach: Bei der letzten Variante sind neben den zusätzlichen Kosten der Variante vier eine neue Dachkonstruktion (125 000 Euro) sowie die Abriss- und Entsorgungskosten der vorhandenen Dachkonstruktion (25 000 Euro) zu berücksichtigen, somit fallen 150 000 Euro an.

SPD, Grüne und die FDP hatten sich für die Lösung „Platanendach“ entschieden. Die CDU favorisierte eine Sanierung der Anlage, um später zu entscheiden, was mit dem „Waschbrett“ passieren soll, wenn die Neugestaltung des Jubiläumsplatzes ansteht. Bei der Abstimmung im Planungsausschuss gab es dann eine Patt-Situation. Zehn Ausschussmitglieder stimmten für ein Platanendach, zehn stimmten dagegen und drei Politiker enthielten sich der Stimme. Damit war der Antrag abgelehnt. Da eine Pattsituation herrschte, kommt dieser Tagesordnungspunkt in die nächste Ratssitzung am 20. März.