1. NRW
  2. Kreis Mettmann
  3. Mettmann

Experten entwickeln Ideen für den Jubiläumsplatz

Mettmann : Jubiläumsplatz: Planungen können nun starten

Die Politiker möchten externe Planer beauftragen, die sich anhand bisheriger Workshop-Ergebnisse orientieren.

Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt (IHK) für die Stadt Mettmann soll der Jubiläumsplatz umgestaltet und aufgewertet werden. Allerdings besteht wegen einer Bindungsfrist für Fördermittel ein Baustopp bis 2021. Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatten die Fraktionen von CDU und SPD einen gemeinsamen Antrag gestellt, um die Planungen frühzeitig auf den Weg zu bringen. Der Antrag wurde mehrfach geschoben und stand nun im Planungsausschuss wieder auf der Tagesordnung.

Nach dem Wunsch der Fraktionen sollte die Verwaltung beginnen, ein gestalterisches Konzept zur weiteren Aufwertung des Jubiläumsplatzes unter Berücksichtigung der bisher zusammengetragenen Bürgeranregungen, und ohne die Nutzungsstruktur infrage zu stellen, entwickeln. Der Jubiläumsplatz wird immer mittwochs und samstags für den Wochenmarkt sowie im Sommer für die Schützenfest-Kirmes genutzt.

Größere bauliche Veränderungen könnten dazu führen, dass der Platz für die bisherigen Nutzungen nicht mehr geeignet wäre. Der Antrag folgte den Einwänden der Verwaltung, die Eingriffe so zu beschränken, dass eine Nutzung wie bisher weiter gewährleistet ist, weil es in Mettmann keine alternativen Flächen gebe. Die FDP-Fraktion wollte sich einem solchen „Denkverbot“ nicht unterwerfen. „Die Art der Nutzung darf nicht in Stein gemeißelt sein“, warnte Jan Söffing.

Die Fraktionen stimmten einstimmig für den Antrag

Um ein attraktives Konzept zu entwickeln, sollten nach Ansicht der FDP externe Planer beauftragt werden, die ohne Nutzungsbindung kreativ werden sollten. „Wir wollen auf keinen Fall eine Schere im Kopf“, sagte Jan Söffing. Im Laufe der Beratungen im Ausschuss stellte sich heraus, dass CDU und SPD bereits in die gleiche Richtung gedacht hatten.

Kurzerhand wurde ein alternativer Antrag formuliert: Externe Planer sollen, auf maximal drei Büros beschränkt, Konzepte anhand der bisherigen Workshop-Ergebnisse entwickeln und dabei Varianten mit und ohne Marktnutzung berücksichtigen. Diesem gemeinsamen Antrag auf Anregung der Liberalen konnte sich tatsächlich auch Linke und Grüne anschließen, so dass die Entscheidung einstimmig fiel. „Ich glaube, das ist eine richtungsweisende Entscheidung, und eine Sternstunde interfraktioneller Zusammenarbeit“, sagte Jan Söffing.

Somit können die Planungen nun beginnen. Da große Teile des Handlungskonzeptes bereits umgesetzt wurden, sei es gut, wenn auch der Jubiläumsplatz als letztes Element bald angegangen werde, hieß es.Schon beim Einbringen des ursprünglichen Antrags im Juni hatten mehrere Politiker geäußert, dass man rechtzeitig anfangen müsse, die Neugestaltung zu planen, und nicht erst, wenn die Bindungsfrist 2021 abgelaufen sein wird. Einig war man sich außerdem darin, dass möglichst früh wieder Bürgerbeteiligungen stattfinden sollen. „Jetzt brauchen wir eine Vision“, sagte Söffing.