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Evangelisches Krankenhaus Mettmann Geburtenzahl

Der Aufwärtstrend hält an : Mettmann zählt mehr Babys denn je

Seit 2014 steigt die Zahl der Geburten im Mettmanner Krankenhaus kontinuierlich.

Chefarzt Clemens Stock und sein gesamtes Team steht die Freude ins Gesicht geschrieben: Seit dem 1. Januar haben 49 Kinder im Evangelischen Krankenhaus Mettmann (EVK) das Licht der Welt erblickt. Dies ist für das Mettmanner Krankenhaus eine rekordverdächtige Zahl. Der positive Trend der vergangenen Jahre hält damit an: 2014 wurden 301 Kinder im EVK geboren, 2016 über 425, im Jahr 2017 gab’s keine kleine Delle mit 411 Geburten, 2018 waren es dann 488 kleine Erdenbürger.

„Von allen Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen verzeichnen wir den zweitstärksten Zugang an Geburten, und zwar mit 18 Prozent“, sagt Stock, der zusammen mit seinem Team immer wieder neue Wege sucht, die geburtliche Station weiter zu verbessern. In der Nachbarschaft werden Neugeborenen-Stationen in Gerresheim und in Bergheim geschlossen, in Mettmann wird an eine Vergrößerung gedacht. Woran liegt es nun, dass das EVK entgegen dem allgemeinen Trend so eine Aufwärtsentwicklung erlebt? Clemens Stock und die Leitende Hebamme Claudia Brieske führen drei Gründe ins Feld: Vor zwei Jahren ist die Kreißsaal-Abteiung für rund eine Millionen Euro komplett umgebaut worden. Die Kombination aus frischem Grün, leuchtendem Orange und dunkelbraunem Laminat stünde auch einem Hotel sehr gut. Ein Blickfang sind die großen Lichtflächen über den Gebär-Stühlen, einstellbar in über 1000 Wunschfarben. Ergänzend gibt es die Möglichkeit, die Geburt mit der eigenen Wunschmelodie zu unterlegen. Das EVK verfügt derzeit über zwei Kreißsäle. „Wenn dieser positive Trend anhält, dann werden wir einen dritten vorhandenen Raum als Kreißsaal einrichten“, sagt Stock.

Am EVK ist stets die gleiche
Zahl an Pflegekräften vor Ort

Zweiter Punkt: Die hohe Präsenzzahl bei der Entbindung und später im Wochenbett. Das bedeutet: Keine schwankende Zahl der Pflegekräfte wie an anderen Krankenhäusern. Ein Beispiel: Als das Heilios-Klinikum Niederberg im August 2017 die Gynäkologie und Geburtshilfe wegen Personalengpässen vom 16. bis 26 August komplett schließen musste, sprang das EVK sofort ein. „Wir haben eine ganzjährige Urlaubsplanung und keine personellen Engpässe.“

Alle Stellen bei Ärzten und Hebammen seien besetzt. Das Krankenhaus hat außerdem eine Hebammen-Rufbereitschaft eingeführt. Das Mettmanner Angebot wurde von Müttern, die in Velbert entbinden wollten, gut angenommen. „Die Zahl der Velberter Patientinnen am EVK ist seit Sommer 2018 sogar gestiegen“, sagt Stock.

Dritter Punkt: „Wir haben intensive Gespräche mit den niedergelassenen Ärzten und Hebammen geführt. Die Vernetzung mit unserem Krankenhaus ist ausgebaut worden“, sagt Claudia Brieske. Und: Die Zusammenarbeit mit dem Florence-Nightingale-Krankenhaus in Kaiserswerth klappt hervorragend. Im Bedarfs- oder Notfall können die kleinen Patienten sehr schnell verlegt ­werden.