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Erzieherin aus Mettmann hat ultimative Tipps gegen Langeweile

Kreative Ideen sorgen für Abwechslung : Erzieherin aus Mettmann gibt Tipps gegen Langeweile

Noch bevor der Nachwuchs ein gefürchtetes „mir ist langweilig!“ sagen kann, hat Erzieherin Semra Konca ein paar Ideen für Spiele und Aktivitäten bereit. Dabei werden auch alte Materialien wie Pappkartons neu verwendet.

(eise) Sonst sind Ferien eine Lieblingszeit für Kinder. Damit auch diese Winterpause trotz der Pandemie-Einschränkungen schön ist, gibt Semra Konca, Erzieherin im Kindergarten Rheinstraße, einige Tipps gegen eventuell aufkommende Langeweile. „Grundsätzlich sollten die Kinder viel nach draußen gehen, auch bei Regen“, empfiehlt sie. Um etwa „Regengolf“ zu spielen, sollten sie regentaugliche Garderobe tragen. Ist es trocken, werden „Baumgeister aus dem Wald geholt“, wie Semra Konca das Sammeln von Naturschätzen wie Kastanien, Laub, Stöcken oder Baumrinde umschreibt. „Damit lassen sich Masken, aus Kartons geschnitten, dekorieren.“

Oft sind es Klassiker, die neu begeistern. So wie Seifenblasen, bei schlechtem Wetter aus der Garage heraus gepustet, oder Backwerk aus Salzteig. Dazu werden 270 Gramm Salz, 250 Gramm Mehl und 240 Milliliter Wasser miteinander vermischt, ausgerollt, mit Backformen ausgestochen und dann mit Lebensmittelfarbe dekoriert. Eine kreative Alternative, passend zur derzeit angesagten Handhygiene, ist Knetseife. Sie wird aus zwei Esslöffen Duschgel, zwei Esslöffeln Speiseöl, vier Esslöffeln Speisestärke, etwas Salz und Seifenfarbe hergestellt und dann in die gewünschte Form oder Figur geknetet.

Eine Murmelbahn aus Papprollen bereitet Spaß. Dazu werden Papprollen von Toilettenpapier oder Küchenrollen genutzt, Fenster hinein geschnitten, alles miteinander verbunden und schon können die Murmeln kullern. „Dazu sollte ein Behälter aufgestellt werden, damit man die Kugeln nicht im ganzen Zimmer zusammensuchen muss.“ Mit etwas älteren Kindern kann man auch gemeinsam kochen. Die Kinder können Gemüse schnippeln und umrühren helfen. Einen Brief schreiben, Karten basteln, für die Großeltern ein Bild malen – „das macht auch kleineren Kindern Freude“.

Für die etwas Größeren ist eine Nachtwanderung mit der Familie immer ein tolles Erlebnis. „Die Taschenlampen nicht vergessen!“, empfiehlt Semra Konca. Besagte Lichtquelle findet auch anderswo ihren Einsatz: Spielt das Wetter gar nicht mehr mit, kann man zu Hause Höhlen aus Kartons oder Kisten bauen – oder ein vorhandenes Etagenbett nutzen. Die Höhle mit Decken auslegen, die Rollläden herunterlassen und mit der Taschenlampe leuchten. Wer nicht ängstliche ist, nutzt Bettlaken und Co., um sich als Gespenst zu verkleiden.

(eise)