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Erkrath: Stolpersteine sollen bald online sein

Erkrath: Stolpersteine sollen bald online sein

Grüne wollen wissen, wo die angekündigte Infoseite bleibt.

Erkrath. Wann sind die Hintergründe zu den Erkrather Stolpersteinen auf den Internetseiten der Stadt zu finden? Mit dieser Frage haben sich die Grünen an den heute tagenden Ausschuss für Kultur und Sport gewendet.

Bereits im Mai dieses Jahres hatte der Ausschuss die Verwaltung beauftragt, Biografien und Fotos jener Menschen auf den Internetseiten der Stadt zu veröffentlichen, denen die Stolpersteine gewidmet sind.

Seit 2007 gibt es die Steine, die bundesweit vom Künstler Gunter Demnig verlegt werden, auch in Erkrath. An der Düsselstraße 13 wird an Bertha Meyer erinnert, an der Schlüterstraße 17 an Emil Schmidt, am Rathelbecker Weg wurde ein Stein für Otto Lukat verlegt und vor dem Josefskloster ein Exemplar für alte und behinderte Frauen.

Die Steine selbst geben nur wenig Auskunft über die Menschen, lediglich Name, Geburts- und Sterbedatum sowie der Ort sind nachzulesen. Auf den Seiten der Stadt sollte es deshalb ein ausführlicheres Angebot geben.

"Ich gehe davon aus, dass die Seiten noch in diesem Jahr online gehen", sagte am Dienstag Erika Stubenhöfer vom Stadtarchiv auf WZ-Nachfrage. Da das Sammeln und Einstellen der Unterlagen neben ihrer alltäglichen Arbeit stattfinden müsse, sei es nicht so schnell gegangen wie erhofft.

Unterstützt wurde die Stadtarchivarin von der Heimatforscherin Hanna Eggerath. Diese hat die Biografien der drei namentlich genannten NS-Opfer aufgeschrieben. "Informationsmaterial ist zahlreich vorhanden, da bereits zur Verlegung im Jahr 2007 viele Daten zusammengetragen worden sind", sagt Stubenhöfer. Beim vierten Stolperstein, der alten und behinderten Frauen gewidmet ist, wird es im Begleittext grundsätzlich um die Situation jener schwachen Frauen gehen, die vom NS-Regime gezielt deportiert worden sind.

In der kommenden Woche will sich Stubenhöfer mit dem städtischen Mitarbeiter in Verbindung setzen, der die Webseiten betreut. Dann sollen die Inhalte ins Netz gestellt und verlinkt werden. Bis dahin stehen lediglich einige kurze Informationen auf der Seite des Kulturamtes.