Erkrath: Schöner wohnen nach Plan

Erkrath: Schöner wohnen nach Plan

Wohnungen: Genossenschaft Erkrath investiert 2,7 Millionen Euro.

Erkrath. Die Nähe zu Düsseldorf hat Erkrath traditionell einen florierenden Wohnungsmarkt beschert. Der demografische Wandel macht den Wohnungsbaugenossenschaftlern aber inzwischen einen dicken Strich durch die Rechnung.

"Der Wohnungsmarkt in Erkrath wird schwieriger", sagte Vorstandsmitglied Hans-Erich Hungenberg nach der Mitgliederversammlung der Wohnbaugenossenschaft Erkrath (WBG) am Mittwoch. Ältere Mieter bevorzugten Wohnungen in der Stadtmitte, und ihre alten Wohnungen stünden leer. Nachmieter für diesen Wohnraum ließen auf sich warten.

Leerstände gibt es inzwischen, allerdings halten sie sich in Grenzen: Weniger als ein Prozent der 959 Wohnungen, drei Gewerbeeinheiten und 200 Garagen der Genossenschaft steht leer - zum Teil, weil sich dafür keine neuen Mieter finden, zum Teil aber auch, weil dort zurzeit Umbauten und Modernisierungen vorgenommen werden.

Für Sanierungsarbeiten hat die WBG im vergangenen Jahr knapp 2,7 Millionen Euro investiert, für 2010 sind ebenfalls rund drei Millionen Euro für Modernisierungen und Instandhaltungen vorgesehen.

Das Doppelhochhaus am Kalkumer Feld und die Häuser an der Taubenstraße 9-19, alle aus den 1960er-Jahren, werden mit Dämm-Maßnahmen energetisch saniert. "Die liegen nun besser als Neubauniveau", sagt Hungenberg stolz. "Wir haben 1996 mit der energetischen Sanierung begonnen, den Bestand nach Baualter energetisch zu sanieren - und nach den Arbeiten am Kalkumer Feld stehen nur noch Objekte an der Schlüterstraße, in Unterbach und an der Hochdahler Straße an", sagt Hungenberg.

In der Wohnanlage an der Falkenstraße 5-33 wird das Abwassersystem saniert und wie an der Mozartstraße alten- und behindertengerecht gestaltet, zudem werden Spielplatzflächen eingerichtet, um auch junge Familien anzulocken - und dem drohenden Mieterschwund am Stadtrand Einhalt zu gebieten.

Der Jahresüberschuss fällt wegen der Modernisierungsarbeiten für 2009 mit 11000 Euro - zum Vergleich: 2008 waren es noch 45000 Euro - gering aus. Die 1326 Mitglieder der WBG verzichten wie in den vergangenen Jahren auf eine Dividende.

Federführend bei den kommenden Planungen bleiben Bodo Heinig und Jutta Oehmke-Schimschock: Sie wurden für den Aufsichtsrat wiedergewählt.