Erkrath: Bildungsreise für die Konjunktur

Erkrath: Bildungsreise für die Konjunktur

Das Geld wird in die Sanierung von Schulen investiert. Während der Bauarbeiten müssen Schüler umziehen.

Erkrath. Wenn Volkshochschüler, die bisher in Räumen der Grundschule am Millrather Weg unterrichtet wurden, vom kommenden Jahr an das leer stehende Schulgebäude an der Schmiedestraße entdecken müssen, können sie sich damit trösten, mit an der Kurbel zur Belebung der Konjunktur zu drehen.

Auf Bildungsreisen geschickt werden die VHS-Besucher von der Verwaltung, damit die insgesamt 2,4 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II fristgerecht verbauen kann - und eine Großbaustelle wird die Grundschule am Millrather Weg. "Dort werden die Fenster erneuert. Außerdem erneuern wird das Dach und die Fassade", sagt Brigitte Wessel, Leiterin des städtischen Immobilienmanagements. Die gleiche Behandlung erfährt die Grundschule Millrath.

Deren Schüler müssen während der Bauzeit, die das Jahr 2010 ausfüllt, "möglicherweise ausgegliedert werden", wie am Donnerstag der Leiter des Schulamts, Ulrich Schwab-Bachmann, ankündigte. Einzelne Klassen werden dann auch im ehemaligen Realschulgebäude an der Schmiedestraße unterrichtet. Die Kinder aus Unterfeldhaus hingegen lernen Hochdahl nicht kennen - sie ziehen einfach in die dann leer stehenden Räume der VHS um.

In den Herbstferien im Oktober beginnt die Stadt mit der Erneuerung der Fenster des Gymnasiums Hochdahl an der Rankestraße. Wessel: "Das geht nur während der Ferien." Das Realschulgebäude erhält erst im nächsten Jahr die Aussicht durch isolierte Fenster.

Während die Verwendung der Zuschussgelder für den Bildungsbereich damit geklärt ist, gibt es für die Investition der 765 000 Euro zur Verbesserung der Infrastruktur noch keinen rechten Plan. "Flüsterasphalt wird immer noch diskutiert", sagte am Donnerstag Bürgermeister Arno Werner. Auch für die Sanierung von Sportplätzen - so die aktuelle Nachricht der Landesregierung - könne das Geld ausgegeben werden. "Wir wissen noch nicht, was wir machen", so Werner. Allerdings habe diese Entscheidung auch bis 2010 Zeit. In die Überlegungen einfließen muss auch noch der Vorschlag der FDP, eine Art Fitnesspark für Senioren anzulegen.

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