Die Landwirte im Kreis sind optimistisch

Die Landwirte im Kreis sind optimistisch

Einzige Sorge: Schaden durch Hagel und Starkregen. Salat- und Erdbeerernte haben begonnen.

Kreis Mettmann. Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann, schaut derzeit optimistisch auf die Felder: „Es sieht gut aus. Das Frühjahr war warm und feucht. Was fehlt, ist ein zweistündiger Landregen.“ Starkregen und Hagel würde das bislang positive Ergebnis trüben, so der Landwirt. Die verschiedenen Kulturarten befinden sich jetzt voll im Wachstum, sagt Marilena Kipp vom Rheinischen Landwirtschaftsverband in Bonn. Die Wachstums-Stadien könnten sich hierbei innerhalb des Rheinlands unterscheiden, da das Wetter sich in der letzten Zeit je nach Region sehr wechselhaft gezeigt habe.

Das Getreide entwickele sich zur Zeit, bei der Gerste beispielsweise, besonders auffällig. Wo vorher noch alles grün war, sieht man jetzt die Grannen. Wichtig sei es hierbei auch, den Pflanzenschutz im Blick zu haben. Gerade in feuchter Witterung sind Pflanzen, beispielsweise Getreide, anfällig für Pilzerkrankungen, wie Gelbrost. Der Krankheitsdruck ist hier höher. „Die Bestände gut im Blick zu haben und darauf vorzubereiten ist dabei das A und O“, sagt Kipp.

Die Zuckerrüben sind noch klein, hier sei es einfach wichtig, dass sie einen guten Start hinlegen. Auffällig sei in diesem Jahr, dass die Bestände im Rheinland und im Niederbergischen unterschiedlich entwickelt seien. Schuld daran seien die Wetterbedingungen. Während auf manchen Flächen Gewitter mit Starkregen niedergingen und eventuell wegen Verschlämmung sogar neu eingesät werden musste, stehen andere Bestände bereits gut da. Witterungsbedingt sind die Kartoffeln in diesem Jahr acht bis 14 Tage später in die Erde gekommen, sie haben aber gut wieder aufgeholt. Auch hier haben es die Kulturen in Gebieten mit viel Regen schwerer, anderen fehlt er dafür. Es geht jetzt langsam los mit der Saison der Frühkartoffelernte.

Der Raps ist weitestgehend verblüht. Aufgrund der hohen Temperaturen ging die Blüte sehr schnell vorbei. Ob das Auswirkungen auf die Erträge hat, lasse sich aber noch nicht abschätzen. „Wir rechnen mit einem durchschnittlichen Ergebnis“, so Dahlmann. Die Salaternte im Freiland hat begonnen. Kopfsalat, Eissalat, Lollo Rosso, Lollo Bionda, Raisa, Kraussalat und Romanasalat werden jetzt wieder tagesfrisch auf den Feldern geerntet. Und: Die hohen Temperaturen der letzten Tage haben dafür gesorgt, dass die Erdbeerernte in vollem Gange ist.

Fazit: Die Landwirte hoffen auf stabiles Wetter mit ausreichenden Niederschlägen. Nervös wird man eher bei Gewittern, da Hagel gerade den jungen Pflanzen, wie Zuckerrüben oder auch Sonderkulturen wie Erdbeeren oder Salat, gefährlich werden könne.