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Der Kaldenberg in Mettmann hat ein Parkproblem

Mettmann : Kaldenberg hat Parkproblem

Bein zweiten Quartiersspaziergang mit Bürgermeisterkandidatin Sandra Pietschmann konnten Anwohner wieder auf Missstände hinweisen. Rund 20 Kaldenberger nutzten die Gelegenheit und führten durch ihr Viertel.

Nach einigen durchwachsenen Tagen meinte es das Wetter am Samstag gut mit Sandra Pietschmann, der gemeinsamen Bürgermeister-Kandidatin von CDU und SPD. Fast 20 Interessierte nahmen an ihrem zweiten Quartiersspaziergang teil. Auf Initiative der CDU besucht Pietschmann an jedem Samstag bis zur Kommunalwahl am 13. September ein anderes Viertel der Kreisstadt, um mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen.

Den Auftakt machte vorletzte Woche Mettmann-Süd, diesmal war die Siedlung Kaldenberg dran.Treffpunkt war die Ecke Teichstraße/Am Anger. Im Schatten der Hochhäuser begrüßte CDU-Stadtverbandsvorsitzende Gabi Hruschka die Teilnehmer und die vier Wahlkreis-Kandidaten von SPD und CDU. „Wir wollen von Ihnen erfahren, was gut läuft und was sich verbessern muss“. Die Idee sei, dass die Anwohner selbst die Route bestimmen und die Politiker zu den neuralgischen Punkten im Quartier führen.

Die Busse kommen am Kaldenberg kaum durch

Gleich zu Beginn wurde klar, was die größte „Baustelle“ in Kaldenberg ist: die Parksituation. „Es stehen so viele Autos auf den Straßen, dass die Busse kaum um die Kurven kommen und bei Gegenverkehr auf den Gehweg ausweichen müssen“, sagt ein Anwohner.

Für Senioren und Schulkinder werde es gefährlich, wenn sie die Straßenseite wechseln müssten. „Hier möchte ich kein Busfahrer sein“, sagt Anwohner Andreas Amberge. „Die Hochhäuser haben großzügige Tiefgaragen und die meisten Häuser eigene Stellplätze. Es sind die Einpendler, die auf der Straße parken“.

Zum Beweis zeigt Sandra Pietschmann auf einen Pkw, der genau in der Kurve steht: „Wird hier immer so kreativ geparkt?“. Der Kaldenberg wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Wohnsiedlung für Aussiedler und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten gebaut, als es noch wenige Autos gab. Die Grundstücke waren riesig bemessen, damit die Menschen sich aus dem eigenen Garten selbst versorgen konnten, dafür waren die Straßen sehr schmal.

„Wäre es denkbar, den ruhenden Verkehr an einem Punkt zu sammeln, wie in den Niederlanden?“, schlug Sandra Pietschmann vor. Das wäre zwar eine Lösung, aber nicht jeder könne die 350 Meter vom Auto nach Hause laufen, fanden die Teilnehmer. Weiter ging es den Kaldenberger Weg hinauf bis zum zentralen Busplatz. „Der 741er wird gebraucht und viel genutzt. Die Taktung ist völlig okay“, gaben die Anwohner in

dieser Hinsicht Entwarnung. Wegen der engen Kurven wären allerdings kleinere Busse von Vorteil. „Jede Stadt muss ihren Beitrag bei der Rheinbahn leisten, wenn sich etwas verbessern soll“, mahnte Gabi Hruschka. Weiter an der Straße Bülthausen liegt ein aufgegebener Spielplatz.

„Sukzessive findet in Kaldenberg ein Generationenwechsel statt. Die dritte Generation ist aus dem Haus, der Spielplatz wurde nicht mehr gebraucht“, erklärt Hruschka. Ganz im Norden stößt die Gruppe auf eine Sperrbake. „Dies ist einer von zwei wichtigen Fußwegen aus dem Viertel heraus“, weiß ein Teilnehmer.

Nachdem ein starker Regen den Weg beschädigt hatte, wurde er vor Jahren gesperrt. Die Organisatoren zeigten sich zufrieden mit dem Nachmittag. Kandidatin Pietschmann konnte viele Gespräche führen und das Viertel besser kennen lernen. „Der direkte Austausch ist wichtig“, so Sandra ­Pietschmann.