Der Herbstzauber lockt nach Mettmann

Mettmann : Oldtimer bereichern Herbstzauber

Beim Herbstzauber wurden dieses Mal besondere Aktionen für Jung und Alt geboten.

 Rote Luftballons wiesen am Samstag auf die Geschäfte der Initiative Einzelhandel hin. Bei ihnen standen Märchen im Fokus, die in den Schaufenstern dargestellt wurden. So kann man beim Bummeln beispielsweise Spielkarten und ein Teeservice aus ­Alice im Wunderland, Blumenranken und einen Haarkranz für Rapunzel oder die Köpfe von Schneewittchen und ihren sieben Zwergen sehen. Die Idee für die gemeinsame Aktion stammt von Cora Fuchs, Inhaberin von „Miss Fox“. Sie hatte sich mehr Aktionen für die Einzelhändler in Mettmann gewünscht.

Nachdem sie sich dazu erfolglos an die Stadt gewandt hatte, organisierte sie schließlich bereits im Mai eigenhändig eine ähnliche Aktion. Ihr Engagement kam bei den anderen Einzelhändlern gut an. „Mit dieser Aktion wollen wir erreichen, dass man einfach gemütlich durch die Stadt bummeln kann und dabei vielleicht das ein oder andere Neue entdeckt.“ Dabei hilft es natürlich, dass ihre Aktion am Samstag nicht die einzige war: „Da unterstützen wir uns ja alle gegenseitig ein bisschen.“

Schaufensterdekorationen bleiben bis zum 20. September

Märchenhafter Herbstzauber der Einzelhändler: Jana Kathleen Kreinberg erkennt Schneewittchen und die sieben Zwerge im Schaufenster von Parfümerie Becker, hier mit ihrer Mama Eveline. Foto: Blazy, Achim (abz)

Neben der Schaufenster-Dekoration gab es beim märchenhaften Herbstzauber der Einzelhändler auch Auftritte eines Straßenmusikers und mehrerer Tanzgruppen der Ballettschule am Königshof und der Tanzschule Krauss. Die Schaufensterdekorationen bleiben bis zum 20. September stehen. Bis dahin kann außerdem darüber abgestimmt werden, welches am schönsten – und märchenhaftesten – dekoriert ist. 

Bei dem Sommerfest der Aulen Mettmanner sorgen Anita Schäfer (von links), Klaus Haxel und Wilfried Jachmann sowie Hans-Werner Lange für Akzente. Foto: Blazy, Achim (abz)

Die Aulen Mettmanner steuerten Kinogutscheine zur Schaufensteraktion bei. Die bekamen die zehn Kinder, die die gezeigten Märchen als erste erkannten. Außerdem stellte der Heimatverein eine kleine Bimmelbahn, Kinderschminken und das städtische Spielmobil zur Verfügung. Am Nachmittag spielte eine Jazzkapelle und das Rote Kreuz bot Wiederbelebungs-Training an. Der Heimatverein sorgte für Grillwürstchen und Getränke. Die Aulen haben ihr Sommerfest erstmals in dieser zentralen Lage, vor dem Stadtgeschichtshaus, ausgerichtet. „Wir erhoffen uns dadurch einen größeren Zuspruch als bei früheren Festen“, erklärt Hans-Werner Lange vom Vorstand. „Wir wollen auch neue Mitglieder werben, auch junge Menschen.“ Dabei soll das Zusammenspiel mit den anderen Veranstaltungen helfen.

Dass die Einzelhändler bereits den Herbst feiern und bei den Aulen noch Sommer ist, war übrigens Zufall. „Wir haben kalendarisch recht, die Einzelhändler meteorologisch“, erklärt Lange. Passenderweise schwankte auch das Wetter zwischen spätsommerlich sonnig und frühherbstlich regnerisch. Nur wenige Meter weiter, im Rücken des Stadtgeschichtshaus, standen Oldtimer im Mittelpunkt. Rund 30 Autos rollten am Vormittag auf den Marktplatz, wo am Mittag die 150 Kilometer lange Rallye Histo-Neandertal durch den Kreis Mettmann und das Bergische Land begann. „Hierbei geht es nicht um Schnelligkeit“, erklärt Axel Speck, Vorsitzender des Mettmanner Automobilclubs, „sondern um die Liebe zu Oldtimern und die schönen Landschaften.“

Auf dem Marktplatz wurden Oldtimer präsentiert

Besucher konnten auf dem Platz um St. Lambertus auch andere Oldtimer ansehen und mit den Besitzern ins Gespräch kommen. Einer davon war Bürgermeister Thomas Dinkelmann. Seinen gelben VW Iltis von 1981 hat er bereits bei den vergangenen Oldtimertagen ausgestellt. „Wir haben in Mettmann rund 200 historische Autos“, sagt er. „Und hier auf dem Markt haben wir eine fabelhafte Kulisse, die passt sehr gut zu den Oldtimern.“

Insbesondere die Einzelhändler wünschen sich, solche Aktionen in Zukunft regelmäßig durchzuführen, hoffen dabei aber auch auf mehr Unterstützung durch die Stadt Mettmann. „Ich kann das nicht immer leisten, das mit ein paar Kollegen alleine zu organisieren“, bedauert Cora Fuchs. Vielleicht gibt es da ja Grund zur Hoffnung: Bürgermeister Dinkelmann zeigte sich immerhin erfreut über das Veranstaltungs-Dreigestirn in der Mettmanner Innenstadt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung