Bully-Herbig-Film: Komparsen im „Hotel Lux“

Bully-Herbig-Film: Komparsen im „Hotel Lux“

Für den neuen Bully-Herbig-Film diente das Königshof-Theater als Kulisse. Darsteller haben sich dort die Premiere angeschaut.

Mettmann. Der Schminkspiegel steht noch immer an derselben Stelle. Auch die Säulen, die auf der großen Bühne aufgebaut wurden, sind noch an ihrem Platz. Interessiert blicken sich die Besucher im ehemaligen Königshof-Theater an der Poststraße um. Hier haben sie also gedreht, die zwei Kinostars. Hier sind Teile des „Hotel Lux“ entstanden, des neuen Films von Michael „Bully“ Herbig und Jürgen Vogel.

Wenig später nach der Besichtigung erwacht das alte Theater auf der Leinwand zu neuem Leben. Auf dem extra errichteten Podest drängeln sich Nazi-Offiziere und jede Menge Damen. Die Luft ist nicht mehr frisch, sondern gesättigt vom Rauch unzähliger Zigaretten. Auf der Bühne schwingen die beiden Schauspieler als Hitler und Stalin die Beine in den Himmel, umringt von Tänzerinnen. Im „Weltspiegel“-Kino ertönt Lachen aus allen Ecken.

Auch Cornelia Tannewitz amüsiert sich. Sie hat es sich in der vierten Reihe direkt vor der Leinwand gemütlich gemacht und verfolgt die Szenen im „Varieté Valetti“ gebannt. Immerhin ist das Mettmanner Königshof-Theater die Kulisse des Varietés im Film „Hotel Lux“, und sie eine Komparsin, die jeden Moment auf der Leinwand auftauchen könnte.

Rund 20 Film-Komparsen sind der Einladung der Eigentümer des Königshof-Theaters gefolgt und haben gemeinsam vor der Premiere mit etlichen anderen geladenen Gästen noch einmal die Kulissen besichtigt. „Wir wollen damit auch unseren treuen Stammkunden einmal ‚danke’ sagen“, sagt Eigentümerin Margarete Papenhoff, die gleichzeitig auch das Weltspiegel-Kino leitet und daher anschließend auch zur Filmpremiere einlud.

Cornelia Tannewitz ist dabei ebenso neugierig, wie die anderen Gäste, denn auch sie hat das Endprodukt vorher noch nicht gesehen. „Ich bin gespannt, wie die Atmosphäre des Theaters eingefangen wurde“, sagt sie.

Während des Dreh, verrät sie, musste sie in einem rosa-geblümten Kleid in einem der Sessel auf dem Podest sitzen und mit den anderen Gästen rauchen, trinken und fortwährend im Programmheft des „Varieté Valetti“ blättern. „Es wurde sehr viel Wert darauf gelegt, dass alles realistisch aussieht“, sagt sie: „Selbst die Perlmuttspange musste bei mir immer an der gleichen Stelle im Haar sitzen.“

Bei der Filmpremiere taucht sie wenig später in den Film ein, der direkt im alten Mettmanner Theater beginnt. Eine Frau im rosafarbenen Kleid ist in der Endfassung des Films so schnell nicht zu entdecken, doch Cornelia Tannewitz nimmt es locker: „Dafür habe ich viele andere wiedererkannt.“ Und ein kleiner Trost bleibt: „Im Trailer war ich etwa 0,2 Sekunden lang zu sehen.“