Mettmann : Planung für Blotschenmarkt ist in trockenen Tüchern

Die anfänglichen Probleme sind vom Tisch. Die Buden rücken enger zusammen. Der beliebte Markt beginnt am 29. November.

. Auch wenn sich alle Beteiligten nun auf gute Laune einschwören – den Organisatoren des Blotschenmarktes ist ihre Verstimmung über die Ereignisse der vergangenen Wochen noch anzumerken. Dass sie den Mettmanner Weihnachtsmarkt trotz aller Widrigkeiten auf die Beine gestellt haben, sei ein Kraftakt gewesen, der sich so nicht noch einmal wiederholen dürfe. Das sagte jetzt Florian Peters bei einem Pressegespräch, während auf dem Marktplatz bereits die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs die Buden aufbauten.

Die Organisatoren erfuhren erst auf Nachfrage von Bedenken

Das Problem: Erst im September wurden dem beim Verein „Mettmann Impulse“ verankerten Organisationsteam – und auch erst auf dessen Nachfrage – die Sicherheitsbedenken der Feuerwehr mitgeteilt, die dieser wiederum während eines Seminars im April gereift waren. Das hatte weit reichende Folgen: Das Bühnenprogramm konnte erst in letzter Minute auf die Beine gestellt werden, Sponsoren wurden verunsichert. Zudem mussten als Zugeständnis an die neuen Sicherheitsregeln Ort und Lage der Buden verändert werden, so dass nun für drei Stände kein Platz mehr bleibt.

 Das „Team Blotschenmarkt“ um Florian Peters hat sich für die Veranstaltung in einheitliche Jacken gekleidet.
Das „Team Blotschenmarkt“ um Florian Peters hat sich für die Veranstaltung in einheitliche Jacken gekleidet. Foto: Alexandra Rüttgen

Verzichtet wurde daher auf einen kommerziellen Getränkestandbetreiber, zudem wird es keine Aufenthaltsbuden mehr geben – der CVJM wird mit einem Pavillon vorlieb nehmen müssen. Die gesamte Elektroverkabelung muss geändert werden. Die Buden wurden dort, wo sie nahe an Häusern stehen, mit einem feuerfesten Anstrich versehen. Das soll die Stadt Mettmann 20 000 Euro gekostet haben. Zudem investiert Mettmann Impulse als ausrichtender Verein rund 25 000 Euro in das Sicherheitskonzept.

Allen Vereinen und karitativen Gruppen in Mettmann konnten jedoch weiterhin Stände angeboten werden, das war Peters und seinen Mitstreitern wichtig. Doch seine Bilanz ist bitter: „Das hat alles getoppt, was wir in den letzten Jahren erlebt haben.“ Anfang 2020 „werden wir uns hinsetzen und überlegen, ob und wie wir das noch weitermachen sollen“. Dabei ist angesichts sich sogar widersprechender Auffassungen einzelner Fachbereiche bei der Stadtverwaltung seine zentrale Forderung: „Wir brauchen 100-prozentige Planungssicherheit von der Stadt Mettmann.“ Ein Ansprechpartner, der eindeutige und verbindliche Auskünfte geben könne, sei unerlässlich. Oder deutlicher ausgedrückt: „Wir brauchen jemanden, der einen Arsch in der Hose hat“, sagte Peters.

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