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Brauchtum in Mettmann: Schützenmesse mit Totenehrung

Brauchtum in Mettmann : Sebastianer erinnern mit Festtaschen an ihr Schützenfest

Zum zweiten Mal musste die St. Sebastianus Bruderschaft das Schützenfest absagen. Es ist aber doch einiges los.

An diesem Wochenende hätte traditionsgemäß das Schützenfest mit Johanniskirmes der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft 1435 stattgefunden. Corona-bedingt musste der Vorstand der Bruderschaft dieses für die Schützen und die Mettmanner wichtige Ereignis absagen. „Es ist schon hart, bereits das zweite Mal in Folge auf unser Schützenfest verzichten zu müssen. Wir haben aber versucht, in stark abgesteckter Form das Schützenfest für unsere Mitglieder anbieten zu können“, berichtet Daniel Gebauer.

Der Erste Brudermeister der St. Sebastianer verweist darauf, dass am heutigen Samstag um 16 Uhr in der Parkanlage des Hauses St. Elisabeth eine Schützenmesse gefeiert wird, die von Monsignore Herbert Ullmann, Leitender Pfarrer der Pfarrei St. Lambertus Mettmann und Präses der Bruderschaft, zelebriert wird. Anschließend findet am Ehrenmal des Friedhofes Goethestraße die traditionelle Totenehrung statt. „Für die musikalische Begleitung sorgt an diesem Nachmittag unser Tambour- und Fanfarencorps“, sagt Gebauer.

Schützentasche soll für
etwas Feststimmung sorgen

Der Vorstand der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft hatte sich bereits im Vorfeld für die Mitglieder in den einzelnen Kompanien eine besondere Überraschung einfallen lassen, um wenigsten für ein bisschen Feststimmung zu sorgen. „Für unsere rund 250 Schützenschwestern und Schützenbrüder haben wir für jeden Einzelnen eine schön dekorierte Schützentasche mit vielen festtypischen Utensilien zusammengestellt und durch entsprechende Hausbesuche diese Schützentaschen zugestellt.“

Für diesen Arbeitsaufwand beim Packen der Taschen und der logistischen Meisterleistung bei der Zustellung bekamen der Vorstand und die Kompaniechefs von den Mitgliedern viel Lob, berichtet Andreas Berg, Chef des Offizierscorps und Oberst der Bruderschaft. Wie die anderen Mitglieder der Sebastianer freut er sich darauf, nach langer Zeit am Samstag endlich mal wieder die Uniform anziehen zu können.

Wie im Vorjahr werden die Sebastianer am kommenden Wochenende das erneut „ausgefallene“ Schützenfest zumindest digital begehen und über einen speziellen Youtube-Kanal empfangen können. „Da lassen wir uns schon etwas Gutes einfallen“, sagt Gebauer. Er hofft, dass aufgrund der sinkenden Inzidenzwerte und der stetig steigenden Anzahl der Impfungen ab dem Herbst wieder einige Aktivitäten stattfinden können. Da denkt er beispielsweise an ein Herbstfest, die Grünkohlwanderung und eine größere Weihnachtsfeier der Bruderschaft. Zudem begeht die Katharinen-Kompanie in diesem Jahr ihr Zehnjähriges. Das kommende Jahr soll im Januar 2022 mit der Generalversammlung und dem Titularfest der Bruderschaft eröffnet werden.