Blumenkübel sollen Autofahrer bremsen

Blumenkübel sollen Autofahrer bremsen

Am Goldberg zählen Anwohner 4000 Autos pro Tag.

Mettmann. Der Verkehrsgutachter kam im Mai 2016 auf rund 1700 Fahrzeuge am Tag. Die Anwohner der Straße namens „Goldberg“ zählten 4000 Autos. „Wir haben bereits den Verkehr, der für 2035 vorhergesagt wurde“, sagt die Sprecherin der Anwohner-Initiative, Renate Stricker, lakonisch. Jetzt wollen die Anlieger dagegen mit Kübeln angehen.

Nach Gesprächen mit CDU, SPD und Grünen — „Die FDP hat bisher nicht reagiert!“ — ist die Idee, den Autofahrern bepflanzte Waschbetonkübel in den Weg zu stellen. Dass auch Notarzt und Rettungswagen durch den Zwangsslalom eingebremst werden, sehen die Anwohner nicht als Problem: „Das funktioniert in anderen Städten ja auch.“

Diese Lösung sei beim Quartalstreffen der Anwohner am Montagabend vorgestellt worden, berichtet Renate Stricker. „Es ist nicht die schönste Lösung — aber wir haben zugleich Preiswertes gesucht.“ Bei den Treffen mit den Parteien seien eine ganze Reihe von Alternativen besprochen worden — aber die seien mutmaßlich alle wesentlich teurer.

Derzeit werde ein Plan dazu gezeichnet, wo überall Blumenkübel aufgestellt werden sollten. Mit dem wollen sich die lärmgeplagten und geschwindigkeits-gestressten Anwohner dann wieder an Rat und Verwaltung wenden.

Daneben gab es einen Bericht darüber, an welchen Festen die Initiative Goldberg in jüngster Vergangenheit mit Erfolg und Werbung in eigener Sache teilgenommen habe. Der nächste Termin naht am 20. Oktober mit „Mettmann räumt auf“. Daran wollen sich auch die Goldberger beteiligen und bei der Gelegenheit gleich eine Menge Blumenzwiebel im Boden platzieren. Auf dass das Viertel im kommenden Frühjahr aufblühe.

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