Mettmann : Firma Mono punktet mit umweltschonenden Prozessen

Der Kreis Mettmann hat ein Ökoprofit-Programm angeboten, an dem sich die Firma mit acht weiteren beteiligte.

Viele Preise – zumeist Design-Preise – hat die Mettmanner Firma Mono bereits gewonnen. Nun hat sich das Unternehmen an der Industriestraße einer neuen Herausforderung gestellt – und das gleich mit Erfolg: Es nahm am über ein Jahr lang währenden Ökoprofit-Programm des Kreises Mettmann teil. Während dieser Zeit besuchten die Mitarbeiter mehrere Workshops, außerdem kamen Umweltberater in die Firma, um sich ein Bild zu machen und die Firmenleitung zu eventuellen Maßnahmen zu beraten, wie sie ihr Unternehmen nachhaltiger gestalten können. Insgesamt neun Firmen im Kreis Mettmann nahmen an der fünften Staffel des Ökoprofit-Programms teil.

Wie kam die Firma Mono
auf die Idee, sich an diesem Programm zu beteiligen?

„Das war schon die Idee meines Vaters“, erzählt Produktionsmanager Matthias Seibel. Er habe vor Jahren schon von diesem Programm erfahren und habe sich dafür interessiert. „Er wollte sich gerne daran beteiligen, um alles einmal auf den Prüfstand zu stellen.“ Auch die Wirtschaftsförderung Mettmann sprach das Unternehmen auf dieses Programm an. Die Firmenleitung ist sich bewusst, dass es für konkrete Veränderungen in Firmenabläufen häufig eines fachlichen Inputs bedarf. Und diesen versprach man sich durch die Umweltberater.

Was hat Mono nun
konkret geändert
im Laufe des Programms?

Zunächst wurden die alten Leuchtstoffröhren durch LED-Strahler ersetzt. „Jetzt haben wir sogar besseres Licht“, berichtet Seibel erfreut. Dazu kam, dass die Druckluft ein stückweit minimiert wurde. „Das war auch Thema eines Workshops“, erzählt Matthias Seibel. Ging man durch die Produktion und hörte es zischen, entwich irgendwo Druckluft, die mit Energieaufwand wieder aufgebaut werden musste. Dem wurde abgeholfen. „Wir konnten den Druck um ein Bar senken, ohne Probleme in der Produktion zu bekommen“, sagt Seibel. Bei der Verpackung wurden ebenfalls Änderungen vorgenommen. „Wir haben die Verpackungschips auf Chips aus Maisstärke umgestellt“, erzählt Marketing Director Ulrich Schlaf. „Die sind nur unwesentlich teurer.“ Allerdings sind sie leicht abbaubar im Gegensatz zu den Kunststoffchips. Außerdem stehe der Papierverbrauch auf dem Prüfstand. Auch die Mitarbeiter sind engagiert. So fragten sie das Unternehmen um Unterstützung für E-Bikes an. „Inzwischen laufen drei Firmenfahrräder und eins ist angefragt“, sagt Schlaf. Insgesamt kann Mono durch das Ökoprofit-Programm jährlich 2148 Euro sparen, das sind 8295 Kilowattstunden und 7,3 Tonnen Kohlendioxid.

Gab es Maßnahmen, die
nicht gefruchtet haben?

„Wir haben ein kleines Fahrzeug, mit dem wir Waren hin und her fahren“, erzählt Ulrich Schlaf. Als eine Neuanschaffung anstand, wurde ein E-Auto geprüft, hat aber die Prüfung nicht bestanden. „Wir brauchen ein Fahrzeug, das mindestens 200 Kilometer Reichweite hat“, verrät Schlaf. Das können die derzeitigen Modelle noch nicht bieten.

Hat das Ökoprofit-Programm auch nachhaltige Auswirkungen bei Mono?

„Wir haben uns bei unserem Jahresauftakt mit allen Mitarbeitern auf die Fahne geschrieben, es 2020 zum Thema zu machen“, sagt Schlaf, „wir wollen dringend daran weiterarbeiten.“ Zum Beispiel mit der Prüfung, ob eine Photovoltaik-Anlage sinnvoll ist.