Eine Analyse erhärtet den Handlungsbedarf: An Mettmanner Schulen fehlen Unterrichtsräume

Eine Analyse erhärtet den Handlungsbedarf : An Mettmanner Schulen fehlen Unterrichtsräume

Für den Ganztagsbetrieb an den Grundschulen muss Geld fließen.

Die Stadt Mettmann wird in den nächsten fünf Jahren viel Geld in die Schulen stecken müssen. Das Architekturbüro Klein + Neubürger aus Bochum hat jetzt im Auftrag der Stadt die Grundschulen und die Carl-Fuhlrott-Realschule unter die Lupe genommen und geprüft, ob die Schulen fit für die nächsten Jahre sind.

Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl der Kinder und des größeren Bedarfs an Ganztagsplätzen ist klar, dass die Räume an den Schulen den Anforderungen nicht mehr genügen. Zwar ist in den vergangenen Jahren an allen Schulen in der Kreisstadt nachgebessert worden. Es wurden Mensen eingerichtet, Fachräume, Aufenthaltszimmer. Doch das alles reicht nicht aus.

Wie die Stadt die Um- und Neubauten finanzieren will, steht in den Sternen. Beispiele: Sollte die Otfried-Preußler-Schule dreizügig werden und als Ganztagsbetrieb laufen, müsste Gebäudeteile abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden.

Die Grundschule Neanderstraße hat Erweiterungsbedarf

Die Kostenschätzungen belaufen sich zwischen 3,5 und 5,7 Millionen Euro. ähnlich sieht es bei der Katholischen Grundschule an der Neanderstraße aus. Auch hier gehen die Architekten von einem künftigen Ganztagsbetrieb und einer Dreizügigkeit aus. Hier stehen zwei Varianten zur Auswahl: Erweiterungs-Neubau mit und ohne Turnhalle. Hier bewegen sich die Kosten zwischen 5,5 und 6,1 Millionen Euro.

Die Architekten listen folgende Mängel bei den Grundschulen auf: Es fehlen Plätze für den offenen Ganztag. Die Einnahme einer Mittagsmahlzeit sei nicht überall optimal gelöst – „hier muss die Stadt Abhilfe schaffen“, heißt es.

Es fehlen Büros für die Schulsozialarbeit. Und: Die Grundschulen sind nicht barrierefrei. Ferner fehlen in den Grundschulen Unterbringungsmöglichkeiten für Ranzen, Kleidung und Schuhe.

Bei der Realschule kommen die Architekten zu folgendem Ergebnis: Die Fachraumanzahl ist für eine vierzügige Realschule nicht ausreichend, weil die Räume nach heutigen Maßstäben teilweise zu klein sind und Hörsäle nicht mehr zeitgemäß. Es fehlen ein musischer und Ganztagsraum. Sollte die Realschule in ein Ganztagsschule umgebaut werden (möglicherweise Gesamtschule) fehlen Räume. Der Bedarf einer vierzügigen weiterführenden gebundenen Ganztagsschule beträgt 720 Quadratmeter. Das Lehrerzimmer ist für die 40 Lehrer zu klein. Auch mit dem Lehrerarbeitsraum reicht es nicht für Gesamtkonferenzen, Inklusionsräume stehen in ausreichender Zahl nicht zur Verfügung. Eine Bibliothek gibt es zwar, sie kann aber nur zeitweise genutzt werden.

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