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Ärger um Lärm im Goethepark – Stadt Mettmann sichert Hilfen zu

Mettmann : Stadt Mettmann will beim Problemfall Goethepark helfen

Der Jugendhilfeausschuss beriet jetzt über Lärm und Müll im Goethepark. Der Betriebshof will Reparaturen vornehmen. Offenbar wird überlegt, ein zweites Jugendzentrum mit „Kneipenöffnungszeiten“ einzurichten.

Auch der Jugendhilfeausschuss hat sich jetzt mit dem Problem von Lärm und Müll im Goethepark beschäftigt. Anwohner hatten den Anstoß zu dieser Diskussion gegeben (die WZ berichtete). Der Jugendhilfeausschuss beschäftigte sich jetzt mit den beiden Anträgen der CDU. Darin forderten die Christdemokraten neben diversen Reparaturen, mehr Mülleimern und der Versetzung der Wippe unter anderem die Demontage des überdachten Unterstandes sowie einen verstärkten Einsatz an Streetworkern.

„Wir wollen die Jugendlichen nicht vertreiben“, betonte Monika Stöcker (CDU). Doch die jungen Menschen schlagen „über die Stränge“, daher müssten im Einvernehmen mit ihnen Lösungen gesucht werden. Florian Peters (SPD) betonte hingegen, „was wir wirklich brauchen, sind mehr als Lippenbekenntnisse. Wir müssen analysieren, welche Gruppen das sind. Es bringt nichts, Streetworker auf einzelne Stationen zu hetzen“. Auch der pensionierte Lehrer Jürgen Gutt betonte, „der Streetworker hat nur die Aufgabe, Vertrauen aufzubauen“. Ein gleichzeitiges Auftreten mit den Ordnungsbehörden sei ein fatales Signal.

Fabian Lambshöft, Sprecher des Jugendrates, regte an, eine Videoüberwachung einzurichten – was im öffentlichen Raum aufgrund des Datenschutzes eher nicht umsetzbar sei, antwortete Sozialdezernent Marko Sucic. Darüber hinaus werde „die ganze Zeit über die Jugendlichen geredet, aber nicht mit ihnen. Wir bilden nur einen Teil davon ab“, sagte Lambshöft. Daher wäre auch der Jugendrat bereit, das Gespräch mit Gleichaltrigen zu suchen. Problem auch: Das Mehrgenerationenhaus ist derzeit nur für Gruppen geöffnet. Mal eben vorbei zu kommen, ist für die Jugendlichen aufgrund der Pandemie derzeit nicht möglich. Sie suchen sich daher andere Orte.

Letztlich einigte man sich darauf, auf den Abriss des Unterstandes zunächst zu verzichten. Die Stadtverwaltung sicherte zu, die geforderten Reparaturarbeiten schnell umzusetzen. „Das machen wir, wir sind dran“, sicherte Sucic zu. Doch im Bereich Sozialarbeit seien „die erforderlichen Kapazitäten hier und jetzt nicht vorhanden“, bedauerte er, sah die aktuelle Initiative jedoch als Chance, genau daran arbeiten zu können.