Zwei Originale stellen aus

Luda Liebe und Hilde Weyler im Mehrgenerationenhaus.

Monheim. Es ist ein ungewöhnliches Bild, das da direkt neben dem Altar hängt: Mit nacktem Oberkörper ist ein knallgrüner David zu sehen, der ein rotes Telefon am Ohr hält. „Eine Direktverbindung zu Gott“, erklärt Künstlerin Hilde Weyler eine mögliche Interpretation des Ganzen.

„Unheilig Heilig“ lautet der Titel der Ausstellung, die im Mehrgenerationenhaus an der Friedenauer Straße bis 30. Mai Werke von Hilde Weyler und Luda Liebe zeigt. „Wir sind froh, Bilder hier zeigen zu können“, sagt Anke Weiland, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses.

Die Art des künstlerischen Schaffens könnte bei Weyler und Liebe kaum unterschiedlicher sein. Doch beide verbindet die große Lust an der Kunst. Eine farbenfrohe Welt zeigen Weylers Werke. „Die Beschäftigung mit Farben macht glücklich“, so das Credo der Künstlerin, die ihr Atelier im Sojus hat und dort auch Kindern und Jugendlichen den Spaß am Malen nahe bringt.

Im Mehrgenerationenhaus sind von ihr überwiegend Wasser-Bilder zu sehen. Eine Frau, die an der Wasseroberfläche auftaucht, ein Ruderboot in der Dämmerung und im Wasser — alles so detailgetreu, dass es sie fast wie Fotos wirken.

Luda Liebe arbeitet mit Foto-Collagen. „Ich mache Fotos, löse dann Teile aus dem Kontext heraus und stelle sie neu zusammen“, sagt sie. Am Ende werden Spiegelscherben in das Bildwerk eingefügt und der Betrachter wird Teil des Kunstwerks.

An der Frohnstraße hat die sie ihr Kunsthaus, das sowohl als Werkstatt, Galerie für andere Künstler als auch als Seminarraum dient. Im Jahr 2012 war „Unheilig Heilig“ bereits in Trier zu bewundern. „Wir stammen beide aus der Gegend“, erläutert Liebe. hs

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