Wirte sind bereit für Open-Air-Saison

Lange bevor es die Gäste zum Kaltgetränk unter freiem Himmel zieht, waren die Wirte schon fleißig.

Langenfeld/Monheim. Die angenehmen 25 Grad, die in unseren Breiten schon Mitte April für Wohlfühltemperaturen sorgten, waren für die Außengastronomie ein perfekter Start in die Saison. „Uns allen taten an diesen Tagen die Füße weh“, erinnert sich Jan Lohrum vom Hotel-Restaurant „Zum Vater Rhein“ an den Andrang der Radler und Spaziergänger beim sommerlichen Frühstart. Doch schnell sah es schon wieder anders aus. „Anderseits zeigte das nasskalte Wetter zum 1. Mai die klassischen Risiken des Terrassengeschäfts“, ergänzt Lohrum weiter, der die Winterpause genutzt hat.

Dino Engelhardt, Gastronom

Er ließ die Fassade des historischen Hauses erneuern, erweiterte den Spielplatz und legte neue Parkplätze an. „Jetzt können die Gäste kommen, eine spezielle, sommerliche Karte wartet“, verkündet er. Nach dem kurzen, kühlen Zwischenspiel sind die Temperaturen zum Wochenende wieder gestiegen und auch an den kommenden Tagen soll es warm bleiben.

Wenige Stromkilometer rheinabwärts hat auch Christoph Burzik, seit Ende 2016 „Chef“ der Baumberger Rheinterrassen, in der ruhigen Zeit Vorbereitungen für den Sommer getroffen. Erfreulich für ihn, dass er mit dem ausgedienten Aalschocker, der bald Museumsschiff sein wird, einen weiteren Anziehungspunkt vor die Tür gesetzt bekommt. Neu ist, dass der „Baumberg Beach“ jetzt im 300 Personen fassenden Terrassenbereich eine Self-Service-Station geschaffen hat, so dass durstige Wanderer nicht mehr lange auf ihre Erfrischung warten müssen. Wer dort im kleinen Kreis mit maximal 20 Personen feiern will, kann einen abgeschlossen Bereich reservieren, um beispielsweise den Sonnenuntergang zu bewundern.

Sonnenuntergang und Rheinblick waren bisher auch die Erfolgsrezepte für den Monberg. Infolge der imposanten Neubauten ist der Fluss von der Terrasse kaum noch zu sehen. Die Gastronomie öffnet nur noch bei schönem Wetter, besagen die Infos auf der Homepage. Nachfragen enden auf einem Anrufbeantworter. Fazit: Spontane Besuche ja, Planungssicherheit nein.

In Langenfeld ist das Café im Freizeitpark mit seinen 160 Terrassenplätzen der beste Platz für einen gepflegten Sundowner. Der jetzt vom gelernten Metzger und Koch Peter Anders geführte Betrieb hat das Angebot erweitert. Pommes und XXL-Hamburger, Salate oder mit den aus der „Höhle der Löwen“ bekannten O.F.B. 900-Grad-Grills zubereitete Steaks, stillen nicht nur den kleinen Hunger. „Regional ist das neue Bio“, so Anders. Nach diesem Motto verfährt er bei der Produktauswahl. Den Dinkel für seine Waffeln bezieht er beispielsweise von einem Landwirt in Haan.

Sein Vorgänger im Café, Dino Engelhard, zog vor Saisonbeginn 500 Meter weiter und ist seit Ende März als Pächter der Gastronomie am SGL-Sportzentrum weniger witterungsabhängig. Die von ihm früher beschriebene Kalkulationsbasis der Outdoor-Gastronomie gilt unverändert. „März und April sind „Mischmonate“, der Mai ist Glückssache, und von Juni bis August muss der Laden brummen“. Jetzt bedienen er und sein Team an Sonnentagen (nur) 60 Außenplätze. Aus den ersten warmen Tagen gewann der Fachmann aber neue Erkenntnisse. „Wir brauchen noch weitere Tische und vor allem große Sonnenschirme“. Die Sonnenschirme sind inzwischen vorhanden, die Tische kommen auch in den nächsten Tagen.