Langenfeld/Monheim : Auftakt gelingt bei kühlen Temperaturen

Am Wochenende starteten die Weihnachtsmärkte in Langenfeld und Monheim.

Knackig kalt zeigten sich Samstag und Sonntag – genau die richtigen Temperaturen für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. In Langenfeld findet „Weihnachten auf der Poststation“ statt, wie es in großen Lettern über dem Eingang zu lesen ist. Kaum hat der Besucher das Rund der Buden auf dem Marktplatz betreten, ist er auch schon von vielen unterschiedlichen Düften umgeben. Hier gibt es Gaumenfreuden für jeden Geschmack. Angefangen bei deftiger Kartoffelsuppe über Grillwurst und Flammkuchen bis hin zu den süßen Leckereien wie Poffertjes, Crêpes und gebrannten Mandeln. Natürlich dürfen auch die heißen Maronen nicht fehlen – und der Glühwein.

„Ich liebe es, wenn es so schön kalt ist und man sich dann die Finger an einem heißen Glühwein wärmen kann“, erklärt Lisa-Marie Schirner. Zu Hause trinkt sie keinen Glühwein. „Der schmeckt mir nur auf dem Weihnachtsmarkt.“ Auch mit Freunden oder der Familie besucht Lisa-Marie gerne Weihnachtsmärkte in der Region. „Aber ein Glühwein muss immer sein.“

Eine lebensgroße Krippe begeisterte nicht nur Kinder

Die Kinder bestaunen nicht nur die lebensgroße Krippe. Ein historisches Kinderkarussell lädt ein, fröhlich Runden darauf zu drehen. Natürlich auch mit dem Wagen der Poststation. Wer möchte, kann sich mit den aufgehängten Schildern auf die Spuren der Langenfelder Postgeschichte begeben, oder sich die Uniformen der Postillione der Königlich Preußischen Post von 1850 oder der Königlich Hannoverschen Post von 1820 ansehen, die so ganz anders anmuten, als das, was die heutigen Postboten am Leib tragen. „Die Uniformen sind ja gar nicht gelb“, kommentiert Emil. Der Fünfjährige ist irritiert. „Und die haben auch gar kein Fahrrad dabei“, meint er. Nach dieser Feststellung zieht es ihn zum Süßigkeitenstand.Auch der Lions Club Langenfeld und andere örtliche Vereine haben ihre Stände auf dem Weihnachtsmarkt aufgebaut. Beim Förderverein des Partnerschaftskomitees der Stadt Langenfeld gibt es verlockenden Kuchen. Mit den Einnahmen werden die Austauschaktivitäten mit den Partnerstädten unterstützt. „Die Schüler, Chöre, Orchester, die Jugendfeuerwehr“, zählt Elmar Widera, Vorsitzender des Komitees und Vorstandsmitglied des Fördervereins, auf. „Außerdem machen wir das Programm, wenn Gäste aus den Partnerstädten zu uns kommen und laden sie zum Essen ein.“ Das Hauptanliegen für den Stand auf dem Weihnachtsmarkt ist jedoch ein anderes. „Wir möchten präsent sein und uns bekannt machen“, sagt Widera. „Viele Leute wissen immer noch nicht, dass es uns gibt.“

Inmitten der weihnachtlich geschmückten Buden ist die Schlittschuhbahn aufgebaut worden. Hier sorgen eifrige Helfer für eine glatte Eisfläche, damit die Schlittschuhfahrer ihre Runden drehen können. Die Fläche ist zwar begrenzt, aber die Freude, auf dem Eis herum zu flitzen nicht. „Der Weihnachtsmarkt ist nicht gerade groß“, meint Mirko Bense, „aber man kann sich hier gut mit Freunden treffen und ein bisschen Spaß haben.“

Bei seinen Kindern erfreut sich der Briefkasten großer Beliebtheit. „Da kommt in jedem Fall noch ein Brief ans Christkind rein.“ Das sollte jedoch bis zum 19. Dezember geschehen sein, denn dann kommt die Postkutsche und die Briefe ans Christkind gehen auf die weite Reise.

Am ersten Advent waren außerdem rund 100 Stände des deutsch-holländischen Stoffmarktes in der Innenstadt aufgebaut. Die Stoff-, Garn- und Knöpfestände ergänzten am verkaufsoffenen Sonntag den Weihnachtsmarkt. An diesem Wochenende fand auch der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt der CDU Immigrath auf dem Hof der Familie Aschenbroich an der Kronprinzstraße statt. An mehr als 30 Ständen zeigten örtliche Händler selbst gefertigte Waren.

Mit der Eröffnung des Weihnachtsmarktes in der Nachbarstadt Monheim wurde dort am vergangenen Freitag die Weihnachtsbeleuchtung zum ersten Mal angeknipst. Eröffnet wurde das Spektakel von Schneemann Olaf und der Eiskönigin, Figuren aus dem gleichnamigen Zeichentrickfilm. An der Almhütte neben der Eislaufbahn sind bis zum 5. Januar heiße Getränke und winterliche Köstlichkeiten erhältlich.