Vollsperrung in Langenfeld: Solinger Straße ist für Autos gekappt, für Radfahrer wieder offen.

Langenfeld : Vollsperrung bringt Umbau voran

Damit die Arbeiten zum Umbau schneller vonstatten gehen, ist die Solinger Straße in den Sommerferien nicht befahrbar.

Die eigentliche Hauptzufahrt in die City ist seit Montag für Autos gekappt. Wie vom städtischen Chefplaner Ulrich Beul angekündigt, ist die wegen der Umgestaltung bislang noch einspurig in Richtung Fußgängerzone geöffnete Fahrbahn nun ab der Zufahrt zum Sparkassen-Parkplatz komplett gesperrt. „Dafür dürfen Radfahrer entlang der Baustelle wieder in beiden Richtungen fahren“, sagt der städtische Verkehrsplaner Franz Frank, „und zwar auf der schon neu gepflasterten Ostseite der Solinger Straße.“

Die ausgeschilderte Möglichkeit, von der Fußgängerzone aus dort wieder ohne Umweg in Richtung Norden fahren zu können, nutzen am Montag bereits etliche Radler. Auch wenn es sich im Begegnungsverkehr an manchen Engstellen knubbelt, sollte das verbotswidrige Radeln der vergangenen Wochen auf der Westseite nun der Vergangenheit angehören. Zwangsläufig, denn in den kommenden Tagen werden auch dort Bürgersteig und Fahrbahnbelag entfernt.

Bei Gestaltung der Gehwege verzichtet Stadt auf Bordsteine

1,5 Millionen Euro sind für den im Mai gestarteten Umbau des fast 300 Meter langen Abschnitts zwischen Rathaus und Fußgängerzone veranschlagt. Statt der maroden Fahrbahn und engen Bürgersteige entstehen breite Gehwege ohne Bordstein, auf denen auch Außengastronomie möglich sein soll. Ursprünglich war nur eine kurzzeitige Sperrung vorgesehen, indem für Autos erst drei Monate lang die Westhälfte und dann drei Monate die erneuerte Osthälfte in Richtung City befahrbar sein sollte. Aber nach Beuls Worten folgte die Verwaltung dem Wunsch der bauausführenden Firma Strabag nach einer Vollsperrung während der Ferien: „Dafür gehen die Arbeiten dann schneller.“ Frank zufolge sollen nach Ferienende Autos wieder in beiden Richtungen fahren. Wegen der neuen Deckschicht müsse die Fahrbahn aber während der Herbstferien nochmals drei oder vier Tage komplett gesperrt werden. „Es ist für unsere Abläufe besser, vor allem aber dient es der Sicherheit“, sagt Strabag-Polier Manfred Fürst.

Noch etwa vier Wochen können Frank zufolge Autos von der Großkreuzung Theodor-Heuss-Straße auf die Solinger Straße bis zum Parkplatz der Stadt-Sparkasse fahren, den sie über die Straße An der Tente verlassen müssen. „Wenn auf diesem letzten Abschnitt die Fahrbahn rausgerissen wird, können Autos vorübergehend nur noch über An der Tente auf den Parkplatz fahren.“ Wegen der gekappten Solinger Straße gelangen Autos ausschließlich über die Johannesstraße zur Tiefgarage Marktkarree und die ebenfalls an der Friedhofstraße liegende Einfahrt in die Tiefgarage Stadtgalerie.

Von den Einzelhändlern gibt es
auch Lob für die Bauarbeiter

Der Ärger von an der Baustelle ansässigen Ladeninhabern, die beim Baustart im Mai vor allem fehlende Infos aus dem Rathaus beklagt hatten, scheint sich gelegt zu haben. Ausdrücklich lobte Biohändler Sven Lucht die Abläufe vor seinem Laden „Rheinkiesel“: Die Bauarbeiter und Handwerker hätten trotz der Hitze sehr zügig gearbeitet und seien „sehr zuvorkommend immer wieder auf unsere Wünsche eingegangen“. Lucht ist froh, dass der Boden auf der Ostseite nun weitgehend fertig ist und Fußgänger sowie Radfahrer ihn nutzen können. Wie er bieten auch andere Händler wegen der baulichen Einschränkungen verstärkt Gratislieferdienste an.

Um Kunden auf die ansässigen Läden hinzuweisen, werden laut Citymanager Jan Christoph Zimmermann die noch vorhandenen, alten Straßenlaternen rot beklebt. Auch wurden und werden neu angelegte Beete bereits bepflanzt: „Und Ende August wird es ein großes Baustellenfrühstück für Kunden, Händler und Bauleute geben.“

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