VHS Langenfeld veröffentlicht historische Sammlung Arbeitskreis bringt neues Werk heraus

Langenfeld · Der Arbeitskreis Geschichte der VHS Langenfeld legt ein neues Werk vor.

 Der Historiker Günter Schmitz  beschäftigt sich mit jüdischem Leben in Langenfeldd und ist im VHS-Arbeitskreis Geschichte aktiv.

Der Historiker Günter Schmitz  beschäftigt sich mit jüdischem Leben in Langenfeldd und ist im VHS-Arbeitskreis Geschichte aktiv.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

(Red) In der Reihe der „Beiträge zur Geschichte Langenfelds“ legt der Arbeitskreis Geschichte der VHS Langenfeld, der sich eigentlich 2019 in den „Ruhestand“ verabschiedet hat, nun noch einmal eine Reihe von historischen Aufsätzen und Sammlungen von Zeitungsmeldungen vor. „Die Not ist groß und wird täglich größer“ lautet der Titel der neuen Veröffentlichung, die mit vielen Einzelthemen die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen im Langenfeld der 1920er Jahren darstellt. Die Publikation ist ab sofort bei der VHS Langenfeld, im Bürgerbüro sowie im Freiherr-von-Stein-Haus zum Preis von 8 Euro erhältlich.

Anders als die behandelte Zeitspanne vermuten lässt, wird der Blick nicht auf die „Roaring Twenties“ gelenkt − vielmehr geht es in den Beiträgen um den oft mühsamen und anfangs auch entbehrungsreichen Alltag der Menschen. Dieser war damals von Arbeitslosigkeit und einem ständigen Wechsel zwischen Entlassung und Wiedereinstellung geprägt. Die neue Veröffentlichung des Arbeitskreises Geschichte dokumentiert die schwierige Lage der Betriebe und offenbart historische Erkenntnisse aus der damaligen Zeit.

Viele Ereignisse, die Gemüter erregten und Politik beschäftigten

Politische Ereignisse wie die Novemberunruhen 1923, die Hungerrevolte oder die Fürstenenteignung sind nur einige Beispiele von Geschehnissen, die die Gemüter erregten und die Politik beschäftigten. „Vom Bananen-Shimmy zum Meineidbauern“, von der Dorfzeitung zur weltlichen Schule, Novemberunruhen, Arbeitslosigkeit und eine Speckgeschichte“ − all diese Vorkommnisse werden in der neuen Publikation thematisiert.

Wie stark sich einzelne Vereine auch am politischen Geschehen beteiligten, wird vor allem im Aufsatz von Karlheinz Bernecker über das Engagement des Turnvereins Jahn anlässlich der Rheinlandbefreiung ausführlich dargestellt. Am Beispiel des 1925 gegründeten „Turnvereins Jahn“ werden die ersten „Befreiungsfeiern“ anlässlich der Räumung der Rheinlande Ende 1925 bis zur „Rheinlandbefreiung“ 1930 beleuchtet.

Ergänzt wird diese Darstellung durch „Zeitungsberichte zur Rheinlandbesetzung 1918 bis 1926“, in denen das Zusammenleben mit den Besatzungsmächten ausführlich beschrieben wird. Weitere Langenfelder Ereignisse der Weimarer Zeit werden vertieft und durch Quellen belegt.

Durch den umfangreichen Abdruck von Presseberichten (1919 bis 1932) über Veranstaltungen und Aktivitäten von Vereinen, wie Konzerten, Theateraufführungen, Ausflüge oder Vereinsfeiern besteht nun die Möglichkeit für die beteiligten Vereine, ihre Chroniken zu ergänzen − vor allem auch durch die Veröffentlichung einer Vielzahl von Zeitungsanzeigen, die von den Veranstaltungen der Vereine künden.

 Informationen gibt es bei der Volkshochschule Langenfeld, Rathaus, Zimmer 005, Telefon 02173/794-4555/-4556. Internet:

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