Touristen mögen Monheim

Die Stadt meldet für das vergangenen Jahr einen Anstieg bei den Ankünfte und bei den Übernachtungen.

Monheim. Geschäftsreisende und Kurzurlauber machen den Großteil der Übernachtungsgäste in Monheim aus. Auch Familienbesuche und Einladungen von Freunden stehen ganz oben auf der Skala. Dies ergab eine Umfrage unter Hoteliers, Gastwirten und Organisatoren von Veranstaltungen. Durch die Lage am Rhein sei die Stadt Teil des 1233 Kilometer langen Rheinradwegs, berichtet Estelle Dageroth, verantwortlich für das Tourismusbarometer 2017. Die Radwanderstrecke sei von vielen Befragten als ein Hauptbesuchsgrund angegeben worden. Und der beliebte und stark frequentierte Neanderlandsteig führe ebenfalls durch Monheim — ein weiterer Anreiz, in die Stadt zu kommen. Die städtische Wirtschaftsförderung hatte den Fragebogen entworfen und im Frühjahr bereits im zweiten Jahr an 30 Betriebe versandt. 16 schickten den Bogen ausgefüllt zurück.

Dageroth und ihr Team hatten in anonymisierter Form die Entwicklung von Besucherzahlen und den Anteil auswärtiger Gäste abgefragt. Es gab auch die Möglichkeit, Wünsche und Hinweise zu formulieren. Laut der amtlichen Statistik von Information und Technik NRW ist 2017 die Anzahl der Ankünfte und Übernachtungen gestiegen. Es gab demnach 36 659 Ankünfte (2,4 Prozent mehr als 2016) und 60 594 Übernachtungen (+0,9 Prozent). Wie 2016 hielten sich die Gäste im Durchschnitt 1,7 Tage in Monheim auf. Mehr als die Hälfte der Befragten (56,25 Prozent) gaben an, die Besucherzahlen seien 2017 gewachsen, 37,5 Prozent sagten, sie seien gleich geblieben. Nur 6,25 Prozent bedauerten, dass 2017 weniger Gäste zu ihnen gekommen seien.

Insgesamt gab die Hälfte der Betriebe an, dass über 50 Prozent der Gäste von auswärts waren. Für 37,5 Prozent der Betriebe lag der Anteil unter 50 Prozent. Und 43,75 Prozent der Gastwirte und Hoteliers sagten, die Zahl der auswärtigen Gäste nehme zu. Estelle Dageroth stellte fest, dass sehr viele Gäste aus der Region nach Monheim kommen. 50 Prozent der Umfrageteilnehmer nannten den Kreis Mettmann, Düsseldorf, Leverkusen, Köln und Umgebung als Heimatregion ihrer Gäste. Sie registrierten aber auch Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland. Schwerpunkte der Aktivitäten sind neben beruflichen Verpflichtungen (56,25 Prozent) Besuche bei Familie und Freunden (43,25).

Die Hotels erreichen ihre Gäste in der Regel über eine eigenen Homepage. Alle an der Umfrage beteiligten Betriebe nutzen sie zur Kommunikation. 68,75 der Anbieter werben über Soziale Netzwerke, 62,5 Prozent verteilen Flyer und Broschüren. Knapp ein Drittel arbeitet mit Buchungsplattformen.

Das städtische Tourismusmanagement will bald eine eigene Website für die Tourismusförderung online schalten, so Dageroth. Auf der Website (Link siehe unten) können Besucher die Stadt dann interaktiv erkunden. Die städtischen Tourismusmanager erhielten über das Barometer viele Anregungen, wie zusätzliche Bänke oder eine Bootsrampe nahe des neuen Schiffsanlegers zu errichten. Unter anderem soll die Parkplatzsituation in der Urdenbacher Kämpe besser werden. Für dieses Jahr plant die Stadt eine Umfrage im Frühjahr 2019.

monheim-entdecken.de