Tiefgarage auf dem Gelände der ehemaligen Aalräucherei in Baumberg immer noch nicht im Bau.

Neue Wohnhäuser in Baumberg : Anwohner ärgert sich über Umplanungen

Die Tiefgarage auf dem neuen Aalräucherei-Gelände kommt deutlich später als geplant.

Frank Ruchay ist sauer. Der Baumberger, der an der Griesstraße wohnt, fürchtet, dass die neuen Häuser auf dem Gelände der ehemaligen Aalräucherei schon bezogen sind, bevor mit dem Bau der Tiefgarage überhaupt begonnen wird. Das sei komplett anders geplant gewesen, so Ruchay. Sowohl der Bebauungsplan als auch die Genehmigungen enthielten die Verpflichtung, für die 16 neuen Häuser eine Tiefgarge und zusätzliche weitere Stellplätze zu errichten. Mit Fertigstellung der Domizile sollte der Parkraum bereitstehen. Die Stadt Monheim habe extra dafür eine vorgezogene Baugenehmigung ab Frühjahr 2018 erteilt, weiß der Nachbar. So sollte vermieden werden, dass die Hausbesitzer sich Parkplätze an der Griesstraße suchen müssten.

Weil die Tiefgarage im August 2018, nach Baubeginn der Häuser, immer noch nicht begonnen worden war, fragten die Nachbarn bei Olaf Elker, Geschäftsführer des Investors VIP Home nach. Der signalisierte, man wolle bald beginnen und im Oktober 2018 fertig sein. Doch auch im Januar 2019 ist von einer Garage noch nichts zu sehen. Dabei sind die ersten Rohbauten fertig und der Innenausnau ist im Gange. „Ein Haus ist meines Wisens bereits bezugsfertig“, sagt Ruchay. Weitere könnten ab Mitte 2019 bezogen werden.

Olaf Elker erklärte, die Tiefgarage würde später errichtet, weil die Käufer ihre Häuser fertig bauen wollten. „Wenn die Gerüste in der ersten Reihe weg sind, legen wir los“, sagt der Geschäftsführer. Das könne ab Frühjahr sein. Ruchay ist empört. Er findet, die Stadt dürfe nicht zulassen, dass Bewohner einziehen, „da aufgrund der fehlenden Tiefgaragenstellplätze kein ausreichender Parkraum zur Verfügung steht“. Er fragt sich, ob die Tiefgarage überhaupt gebaut wird, „wo doch demnächst direkt vor den neuen Häusern ein kostenloser Parkplatz am Museum Aalschokker zur Verfügung steht“.

Der Bau kann in jedem
Fall erst im April beginnen

Stadtplaner Rober Ullrich betont: „Das Ganze geht nicht ohne Tiefgarage.“ Die Verwaltung habe den Investor auf die Notwendigkeit hingewiesen, die flutbare Tiefgarage zu bauen, „schon wegen der wasserrechtlichen Genehmigung“. Man sei sehr achtsam, dass sie realisiert werde. Claudia Jung (Leiterin der städtischen Bauaufsicht) weist darauf hin, dass es wegen Hochwassergefahr erst ab 1. April losgehen kann. pc